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    Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eröffnet neue Dauerausstellung im „Tränenpalast“ in Berlin

    GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung

    Abschied und Sehnsucht, Hoffnung und Verzweiflung, Freude und Angst: Vielfältige persönliche Erfahrungen und Emotionen verbinden sich mit dem 1962 fertiggestellten Gebäude am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin. Die Abfertigungshalle diente dem SED-Regime bis 1990 für die Ausreise aus der DDR nach West-Berlin. Am „Tränenpalast“ mussten sich Deutsche aus Ost und West von ihren Angehörigen und Freunden verabschieden – für Ostdeutsche  in dem Bewusstsein, diesen Weg wohl nie gehen zu dürfen. Die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland präsentiert ab 15. September 2011 in diesem historischen Gebäude die neue Dauerausstellung „GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung“.
    „Zeitgeschichte an authentischen Orten zu präsentieren, ist eine der Aufgaben der Stiftung: Der ‚Tränenpalast’ erinnert wie kaum ein anderer historischer Ort an die Teilung Deutschlands und die damit verbundenen Schicksale“, erläutert Stiftungspräsident Prof. Dr. Hans Walter Hütter. In der Ausstellung sind Originalobjekte wie eine Grenzabfertigungskabine zu sehen, ein 2x2 Meter großes Modell der Grenzabfertigungsanlagen, Dokumente, Fotos, Ton- und Filmaufnahmen sowie zahlreiche biografische Beispiele und Zeitzeugeninterviews. Die Ausstellung ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet, der Eintritt ist frei.
    Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Kulturstaatsminister Bernd Neumann werden „GrenzErfahrungen“ am Mittwoch, 14. September 2011, eröffnen.

    Pressefotos

    Hinweise für die Medienberichterstattung

    Wissenswertes zum "Tränenpalast"

    Auf Grundlage der 2008 von Kulturstaatsminister Bernd Neumann, MdB, fortgeschriebenen und vom Deutschen Bundestag gebilligten Gedenkstättenkonzeption soll die Ausstellung an die Auswirkungen von Teilung und Grenze im Alltag der Deutschen erinnern.
    Die Grenzübergangsstelle Bahnhof Friedrichstraße steht im Mittelpunkt. „Mit diesem einzigartigen Ort zwischen Ost und West verbinden sich zahlreiche Geschichten – dramatische und alltägliche –, darunter auch viele gescheiterte Fluchten“, erläutert Ausstellungsdirektor Dr. Jürgen Reiche. Die alltägliche Prozedur der Grenzabfertigung am Bahnhof Friedrichstraße war in aller Regel schikanös – bei der Einreise in die DDR ebenso wie bei der Ausreise. Viele, vor allem ältere Ostdeutsche, deren befristeter Aufenthalt in der Bundesrepublik genehmigt war, hielten den psychischen und körperlichen Belastungen nicht stand. Am Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße starben zwischen 1962 und 1990 über 200 Menschen.
    Die Ausstellung lenkt die Aufmerksamkeit auf Trennung und Grenze im Alltag der Deutschen. Schlaglichtartig vergegenwärtigt die Präsentation, wie lebendig und vielfältig das Verhältnis der Deutschen untereinander in den vier Jahrzehnten der erzwungenen Teilung blieb. Die im Bewusstsein der Deutschen in Ost und West stets präsente Einheit wird exemplarisch, auch in biografischer Perspektive dargestellt. Deutlich wird, wie politische Ereignisse und Entwicklungen unmittelbare Auswirkungen auf das alltägliche Leben der Betroffenen hatten.
    Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Vereinigungsprozess zwischen dem Fall der Mauer am 9. November 1989 und der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990. Die Besucher gewinnen Eindrücke von der Tragweite der dramatischen Ereignisse in ihren internationalen Zusammenhängen.

    GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung
    Dienstag-Freitag 9-19 Uhr; Samstag, Sonntag, Feiertage 10-18 Uhr,
    Eintritt frei

    Eröffnungsrundgang: Mittwoch, 14. September 2011, 17.00 Uhr
    mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kulturstaatsminister Bernd Neumann

    Eröffnung für geladene Gäste: ab 19.00 Uhr
    Geöffnet für Publikum ab 15. September 2011, 9.00 Uhr



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    Peter Hoffmann

    Pressereferent
    Tel.: (02 28) 91 65-109
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