LeMO - Lebendiges Museum Online

    Geschichte des Tränenpalasts im Überblick

    1962 - 1990

    Nutzung und Bezeichnung

    • in der Standortgenehmigung der städtischen Verwaltung vom 9.9.1961 "Zollabfertigungsgebäude" genannt,
    • ursprünglich geplant für die Einreise in die DDR, von Beginn an jedoch genutzt als "Ausreisepavillon", Inbetriebnahme Ende Juni/Anfang Juli 1962
    • im Berliner Volksmund schon früh u.a. "Tränenpalast" genannt

    Architekt

    • Horst Lüderitz
    • Entwurfs- und Vermessungsbüro, Gruppe Hochbau der Deutschen Reichsbahn, Ost-Berlin

    Baukosten

    • 750.000 DM (DDR) laut Kostenvoranschlag
    • zusätzlich 50.000 DM für die Umgestaltung des Vorplatzes

    Lage

    • mitten im Ost-Berliner Stadtgebiet
    • am Bahnhof Friedrichstraße, nicht in Mauernähe
    • 630 m² Gesamtfläche

    Reiseaufkommen am Bahnhof Friedrichstraße

    • keine Gesamtzahl
    • 1972: 4,3 Millionen, 1988: 10,3 Millionen Personen jährlich (Erhebungen des Ministeriums für Staatssicherheit) 

    Ende der Kontrollen

    • 1. Juli 1990 mit Inkrafttreten des Vertrags zur Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion, unterzeichnet am 18. Mai 1990

     

    1990 - 2011

    1990

    •  Denkmalschutz

    1990 - 2006

    • Nutzung als Veranstaltungsort mit unterschiedlichen kulturellen Angeboten (Diskothek, Kabarett, Live-Veranstaltungen etc.) durch einen privaten Anbieter

    2006

    •  Verkauf des Grundstücks durch den Berliner Senat an den Hamburger Unternehmer Harm Müller-Spreer, kulturelle Nutzung des Tränenpalastes für mindestens 20 Jahre festgeschrieben

    2008

    • Aufnahme in die Fortschreibung der Gedenkstättenkonzeption des Bundes

    Januar 2010

    • Mietvertrag zwischen dem Eigentümer und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben auf 20 Jahre, Nutzerin ist die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, mit der Dauerausstellung "GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung".

    2010 - 2011

    • umfangreiche Sanierungsarbeiten am Gebäude innen und außen in enger Abstimmung mit dem Baudenkmalpfleger
    • Aufwendungen für die ausstellungsgerechte Herrichtung des Gebäudes im Inneren ca. 0,5 Mio €
    • Sanierungsaufwand an "Dach und Fach", Erneuerung der Glasfassade, Außenanlagen, Anbau etc. durch den Eigentümer
    • Miete pro Monat inklusive Büroanbau, insgesamt 757 m²:    18.400 €
    • Ausstellungsbetrieb seit dem 15. September 2011
    • Ausstellung:
      550 m² Ausstellungsfläche
      570 Objekte, 92 Leih- und Lizenzgeber
      10 biografische Stationen, 20 Medienstationen
    • Ausstellungskosten: ca. 1.600 € pro Quadratmeter Ausstellungsfläche, inklusive aller audiovisuellen Medien
    Postkarte des 'Tränenpalasts'
    Postkarte des Tränenpalasts, 1965
    Warteschlange, 1960er Jahre
    Warteschlange, 1960er Jahre
    Der 'Tränenpalast' als Veranstaltungsort
    Der Tränenpalast als Veranstaltungsort

     

     

    Sanierungsarbeiten, September 2009
    Sanierungsarbeiten, September 2009
    Aufbau der Ausstellung, 2011
    Aufbau der Ausstellung, 2011
    Der 'Tränenpalast' im August 2011
    Der Tränenpalast im August 2011
    Bildnachweise ein-/ausblenden
    © Heribert Darr, Bild und Heimat, 1964
    © BStU
    © Axel Thünker, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
    © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
    © Wikimedia Commons, Sir James
    © Wikimedia Commons, Sir James
    © Stephan Klonk, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland