LeMO - Lebendiges Museum Online

    Ruth Hallensleben

     

    Logo

    Ruth Hallensleben

    1898 geboren in Köln. Tochter eines Kaufmanns. Ausbildung zur Kindergärtnerin und Erzieherin in Kassel. 1923-1929 wechselnde Tätigkeiten in Sozial- und Verwaltungsberufen. 1930 Beginn einer Fotografenlehre als Landschafts- und Porträtfotografin im Atelier der bekannten Kölner Fotografin Elsbeth Gropp. Nach der Gehilfenprüfung arbeitet sie im Atelier ihrer Lehrerin. Erste Fotoveröffentlichung in der Zeitschrift Das Werk, Organ der Vereinigten Stahlwerke AG, Düsseldorf. 1934 Eröffnung eines eigenen Ateliers in Köln. 1936 erster großer selbstständiger Auftrag für Das Werk. Kontakt zur Bergischen Achsenfabrik in Wiehl. Berufung in die Gesellschaft Deutscher Lichtbildner (GDL). Ein Jahr später bereits drei Assistentinnen. 1938-1971 Arbeit für den Hoppenstedt-Verlag, neben Das Werk fortan ihr wichtigster Auftraggeber. Hauptsächlich als Industriefotografin tätig. Daneben freie Arbeit in der Landschaftsfotografie (Das Kannenbeckerland im Unterweserwald, 1939. Land am Niederrhein, um 1940). 1939-1943 Auftragsarbeiten für "Wehrwirtschaftsbetriebe" in Deutschland und im besetzten Ausland (Belgien, Frankreich). Zusätzlich Aufnahmen für die NS-Frauenschaft. Wegen der Luftangriffe auf Köln Verlegung des Ateliers nach Wiehl. Rückgang der Aufträge. Bei Kriegsende versteckt sie aus Furcht vor Beschlagnahmung durch die Besatzungstruppen Archiv und Fotoausrüstung für drei Jahre im Wiehler Wald. Sie dokumentiert die Wiederaufbauarbeiten am Kölner Dom und Kriegsschäden im Hürtgenwald in der Eifel. 1949/1950 erster großer Nachkriegsauftrag: Für die Siegener Maschinenbau AG fotografiert sie die Schreibmaschinen-Produktion. 1949 viel beachtete Teilnahme an der Kölner Jahresschau der GDL. Erste Ausstellungen über ihr fotografisches Werk bereits in den 1950er Jahren. 1972 übernimmt sie ihren letzten Industrieauftrag. 1973 Schließung des Ateliers. 1977 gestorben in Köln. Seitdem zahlreiche Werkretrospektiven. Ihr Archiv ist untergebracht im Ruhrlandmuseum in Essen, in der Bergischen Achsenfabrik in Wiehl, im Heimatarchiv des Oberbergischen Kreises in Wiehl und in der SK Stiftung Kultur/Photographische Sammlung der Stadtsparkasse Köln.

    Fenster schließen