Rosinenbomber

Mit der Sperrung aller Zufahrtswege nach West-Berlin will die UdSSR die anstehende Gründung eines deutschen Weststaates verhindern. Ab Juni 1948 sind 2,1 Millionen Berliner des Westssektors schlagartig von jeglicher Versorgung abgeschnitten.
Schon wenige Tage später veranlassen die Amerikaner die größte zivile Luftbrücke in der Geschichte der Luftfahrt. Viele tausend Tonnen Lebensmittel und Brennmaterial werden täglich nach Berlin geflogen, um das Überleben der Bevölkerung zu garantieren. Der begehbare Rumpf eines der liebevoll „Rosinenbomber“ genannten Frachtflugzeuge verdeutlicht eindringlich, mit welch einfachen technischen Mitteln diese Meisterleistung vollzogen wurde. Typische Transportgüter wie Trockennahrung und Konserven lassen die schwierige Versorgungslage ahnen.
Dank des Einsatzes der Alliierten und der Unbeugsamkeit der Westberliner Bevölkerung verfehlt die UdSSR die Ziele der Blockade vollständig. Die West-Alliierten werden zur Schutzmacht. Im Mai 1949 wird die Blockade aufgegeben.


