Pressefotos zur Ausstellung "Unterm Strich. Karikatur und Zensur in der DDR"
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Uwe Kraeusel, 1988
GLAS IN OST-berlin
Die Reformunwilligkeit der greisen SED-Machthaber
trotz der Veränderungen in der Sowjetunion
mit "Glasnost" und "Perestroika" kritisieren
Zeichner der Opposition in Untergrundzeitschriften.
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Willy Moese, 1985
"Wer dagegen ist, den bitte ich um das Handzeichen."
Die Urfassung der Karikatur hängt 1986 in Greiz.
Versehentlich, so berichtet der Künstler später,
sendet er sie zur Biennale des "Satiricums".
Sie ist im Bericht des DDR-Fernsehens zu sehen,
1987 sogar auf der X. Kunstausstellung in Dresden.
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Manfred Bofinger, 1970
"Eine gute Pointe muss eben sitzen!"
Die Karikaturenskizze entsteht für die
Ausstellung "Treppenwitze" im Berliner Kabarett "Distel".
Zur Reinzeichnung kommt es nicht,
weil sie dem Kabarettchef zu riskant erscheint.
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Detlef Beck, 1988
Lebenslauf
Nach erteilter Druckgenehmigung
für eine Zeitung zum Festival des politischen Liedes
fügt Detlef Beck 1988 seine Zeichnung ein.
Doch der Leitung fällt der "Schmuggel" auf:
Die Zeitung darf nicht erscheinen.
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Barbara Henniger, 1989
Karussell
Am 7. Oktober 1989 bricht die Künstlerin die Arbeit
an der Karikatur ab und nimmt sie nicht wieder auf.
Es ist der 40. Jahrestag der DDR-Gründung.
Während die SED in Ost-Berlin das Jubiläum feiert,
geht Volkspolizei brutal gegen Demonstranten vor.
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Milen Radev, 1990
Das deutsche Kunststück
Kritisch begleiten Karikaturisten der DDR
die Vereinigung Deutschlands 1990.
Oft zeigen sie Unterschiede zwischen West und Ost.
Manche entdecken auch ungeahnte Gemeinsamkeiten:
Sehen die Deutschen lieber schwarz,
als sich über die Einheit zu freuen?
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Paul Pribbernow, 1986
Als der Sohn im Ferienlager einen Brief
an seine Tante in den USA nicht abschicken darf,
bringt der Künstler seine Empörung zu Papier.
An eine Veröffentlichung der Zeichnung
ist in der DDR nicht zu denken.
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Kurt Poltiniak, 1953
"Trotz meiner Verkleidung erkennt man mich
doch überall als Brandstifter Nr. 1"
Der Feuerwehrmann als Brandstifter:
Laut SED-Propaganda will Konrad Adenauer,
der erste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland,
nicht wirklich Frieden und deutsche Einheit.
Viele aggressive Karikaturen greifen ihn an.
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Karl Schrader 1962
"Trösten Sie sich: Gütekontrolleur können Sie immer noch werden!"
Die Arbeit der "Gütekontrolleure"
ist ein Dauerthema für die Karikaturisten.
Denn trotz der Einführung von Gütezeichen oder
Losungen wie "Meine Hand für mein Produkt"
bleibt die Qualität der Waren mangelhaft.
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