Am Wochenende in den Museumsgarten
Regelmäßige Begleitungen starten am 19. Juni
Schrebergarten, 1950er-Jahre-Pavillon, „Öko-Teich“: Zum Sommeranfang 2010 lädt das Haus der Geschichte jeweils samstags und sonntags um 16.00 Uhr zu einem besonderen Rundgang durch die Zeitgeschichte ein. Im Außengelände des Museums veranschaulichen zeittypische Gärten exemplarisch wichtige Trends in Gestaltung und Nutzungswandel der vergangenen Jahrzehnte.
Der Schrebergarten mit seinen Nutzpflanzen, Beerensträuchern und der Garten-laube zeugen von Not und Mangel vieler Familien in der Nachkriegszeit. An-gebaut werden vorwiegend Kartoffeln und Gemüse, um die Minimalversorgung aufrecht zu erhalten. Die Gartenlaube dient oft als Notunterkunft, ein Original-exemplar aus dieser Zeit ist im Garten des Museums zu sehen.
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung ab den späten 1950er Jahren wandeln sich die Hausgärten: Davon zeugt ein großer Gartenpavillon mit Teich, der Ziergarten drängt den Nutzgarten zurück. In den 1960er Jahren bestimmen industriell gefertigte Materialien die Gartengestaltung, sie lösen die fließenden „Nierentisch“-Formen der 1950er Jahre ab. Der sauber zurecht gestutzte Rasen wird durch Betonflächen abgegrenzt.
Große Findlinge und Bahnschwellen, Gräser und Stauden drängen ab den 1970er Jahren den Beton zurück, natürliche Materialien gewinnen wieder an Bedeutung. Dieser Trend verstärkt sich ab den 1980er Jahren: Ökologische Orientierung und Naturnähe spiegeln sich auch im Hausgarten, Beispiele sind die Teichanlage mit Versumpfungszone und Wildblumenwiese. Die zeit-genössische Gartengestaltung verwendet charakteristische Materialien wie Aluminium, Tropenhölzer und Glas. Elemente aus unterschiedlichen Kultur-kreisen und Epochen werden kontrastreich zusammengeführt.
Begleitungen durch den Museumsgarten
Ab 19. Juni bis 19. September 2010, jeweils samstags und sonntags, 16.00 Uhr
Die Begleitungen sind kostenlos
Direktor Kommunikation:
Dr. habil. Harald Biermann
Medienanfragen richten Sie bitte an:
Peter Hoffmann
Pressereferent
Tel.: (02 28) 91 65-109
Fax: (02 28) 91 65-302
