Pressemitteilung: Das Grab in der Steppe
Buchvorstellung im Haus der Geschichte am 23. September 2008
„Leben im Gulag. Die Geschichte eines sowjetischen Besserungslagers 1930-1959” ist die erste umfassend aus den Quellen recherchierte Geschichte eines sowjetischen Zwangslagers. Dr. Wladislaw Hedeler vom Seminar für osteuropäische Geschichte an der Universität Bonn und Dr. Meinhard Stark von der Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen haben Tausende von Akten des Lagerarchivs sowie Gespräche mit zahlreichen überlebenden Gefangenen aus Kasachstan, Russland und Deutschland geführt. Sie bilden die Grundlage der eindrucksvollen Darstellung.
Das „Karlag” in der kasachischen Steppe um Karaganda war eines der größten aller »Besserungsarbeitslager« – so die offizielle Bezeichnung der Haftorte in Stalins Sowjetunion. Es existierte fast 30 Jahre lang und umfasste sämtliche für das Gulag-System typischen Lager, für »Angehörige von Verrätern der Heimat« während des »Großen Terrors« bis zu den »Sonderlagern für besonders gefährliche Staatsverbrecher« nach 1945. Annähernd 800.000 Häftlinge, Männer wie Frauen, leisteten im Karlag Zwangsarbeit, Viele von ihnen kamen zu Tode.
Die Autoren rücken das bedrückende Leben der Häftlinge in all seinen Facetten eindringlich vor Augen: die Bedingungen der Zwangsarbeit, Unterkünfte, Bekleidung, Krankenversorgung, Hunger, Überlebenskampf und Tod. Auch die Bewacher – Kommandanten, Offiziere, Aufseher und Wachsoldaten – werden nicht ausgespart.
Buchvorstellung: Dienstag, 23. September 2008, 11.00 Uhr
Haus der Geschichte, Museumsmeile Bonn
mit Prof. Dr. Dittmar Dahlmann, Universität Bonn, und den Autoren
„Leben im Gulag. Die Geschichte eines sowjetischen Besserungslagers 1930-1959”
Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2008, 465 S, 38€
Direktor Kommunikation:
Dr. habil. Harald Biermann
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Pressereferent
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