LeMO - Lebendiges Museum Online

    2001-12-21: Pressemitteilung

    Haus der Geschichte entwickelt virtuellen "Wegweiser der Erinnerung" an die beiden Weltkriege

    Gemeinsam mit fünf europäischen Museen und Forschungsinstitutionen erarbeitet das Haus der Geschichte eine umfassende Internet-Präsentation der Orte, an denen in Europa der Schlachten des Ersten und Zweiten Weltkriegs, der Auseinandersetzungen des Spanischen Bürgerkriegs sowie der Schrecken des Holocaust gedacht wird. Bis Ende 2002 werden "Orte des Schreckens" in Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Spanien und Großbritannien zu einer Topographie der Erinnerung vernetzt. Das Haus der Geschichte übernimmt die Bearbeitung der deutschen "Erinnerungsorte" und vernetzt dabei auch bereits existierende Websites einschlägiger Einrichtungen wie Museen und Gedenkstätten.

    Mit dem Ende des 20. Jahrhunderts scheint der Zeitpunkt gekommen, auch in der Erinnerung an die Kriege, die Europa im letzten Jahrhundert geprägt haben, neue Wege zu beschreiten. Bis Oktober 2002 werden neben dem Mémorial in Caen und dem Haus das Geschichte das Istituto per i beni artistici, culturali e naturali in Bologna, das Centre d Etudes et de Documentation Guerre et Sociétés contemporaines in Brüssel, das Museo de la Paz in Gernika und das D-Day Museum in Portsmouth Internetseiten erarbeiten, die erstmals auf diese Weise verknüpfte Informationen zu Geschichte und Bedeutung bekannter und weniger bekannter Erinnerungsorte in Europa bieten. Darüber hinaus werden die Benutzer praktische Hinweise zu Museen, Gedenkstätten und Denkmälern abrufen können. Im Rahmen ihres Programms "Culture 2000" stellt die Europäische Kommission 300.000 Euro zur Finanzierung dieses Projekts bereit.

    Das Haus der Geschichte hat mit seinen virtuellen Ausstellungen auf innovative Weise schwierige Themen mit großem Erfolg realisiert und dafür bereits mehrere Auszeichnungen und Preise erhalten. Den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs aus der Sicht von Künstlern der verfeindeten Lager hat es sich mit der virtuellen Ausstellung "Die Farbe der Tränen" gewidmet. Diese Koproduktion sechs europäischer Gedenkstätten und Museen zeigt 100 Gemälde, in denen die Schrecken der "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" wieder lebendig werden.

     

     

    Weitere Informationen erhalten Sie in der Pressestelle:

    Peter Hoffmann

    Tel. 0228/9165-109