Presseinformation: „Menschliches Versagen“

Filmabend und anschließende Diskussion mit Regisseur Michael Verhoeven

Der Holocaust, die brutale Ermordung von Millionen Juden, gehört heute zum  kollektiven Gedächtnis der Deutschen. Weniger bekannt sind die Anfänge des Verbrechens mitten in einer "normalen" Gesellschaft. In seinem Film "Menschliches Versagen" (D 2008) geht der vielfach preisgekrönte Autor und Regisseur Michael Verhoeven daran, anhand der konkreten Geschichten von Betroffenen den Vorgang der Ausgrenzung, Entrechtung, Enteignung und schließlich Deportation der jüdischen Mitbürger aufzuzeigen. Schwerpunkte seiner Spurensuche sind Köln und München.
Der zentrale Themenbereich des Filmes ist die so genannte "Arisierung" von jüdischem Eigentum und Vermögen, die vollständige Ausraubung der jüdischen Bevölkerung. Der Film wirft die beunruhigende und bis heute beschämende Frage auf, in welchem Ausmaß die zivile Bevölkerung im nationalsozialistischen Deutschland zum Profiteur der systematischen Beraubung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland und in den besetzten Ländern geworden ist

Begrüßung:
Jürgen Nimptsch, Oberbürgermeister der Stadt Bonn
Prof. Dr. Hans Walter Hütter, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte
der Bundesrepublik Deutschland

Im Anschluss:
Diskussion mit Michael Verhoeven, Moderation: Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung

„Menschliches Versagen“ (D 2008)
Mittwoch, 3. Februar 2010, 18.30 Uhr, Haus der Geschichte, Eintritt frei Voranmeldung unter
vhs(at)bonn.de empfohlen




Direktor der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit:

Dr. habil. Harald Biermann


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