Ideen zu Europa

Da ich einen Teil meiner Jugend auf einem das europäische Kernland verbindenden Strom, dem Rhein, verbracht habe, ist meine Hoffnung, dass es in allernächster Zukunft zur Selbstverständlichkeit wird, sich als Europäer fühlen zu können. Dazu ist die Einführung der gemeinsamen Währung ein wichtiger Schritt, allerdings darf es nicht der letzte sein, ich stelle mir z.B. einen europäischen Pass vor, der verbunden ist mit uneingeschränkter Freizügigkeit und alle Bürgerrechte garantiert, die mit dem Lebensmittelpunkt des Inhabers verbunden sind. Das Wahlrecht unabhängig von der Nationalität, vielmehr vom Lebensmittelpunkt der Menschen abhängig zu machen, scheint mir ein wichtiger weiterer Schritt in die Richtung, die Europa gehen muss zur Überwindung der Kleinstaaterei. Kein Bürger der EU sollte in der EU als Ausländer behandelt werden.

Visionen zu Europa

Zur Zeit ist Europa noch in der Situation, dass der Chor der Nationen leider noch etwas unkoordiniert durcheinander singt, um ein Bild zur Veranschaulichung des derzeitigen Zustandes Europas heranzuziehen. Hier wird es notwendig im Interesse der politischen Glaubwürdigkeit und des politischen Gewichts in der Welt, dass sich die politischen Führungen der Mitgliedsstaaten vom Chauvinismus, basierend auf den Rollen, die diese Staaten in der Vergangenheit spielten, lösen und sich der Zukunft zuwenden und die politische Integration Europas ernsthaft vorantreiben. Meiner Ansicht nach muss das Ziel sein, ob als Chor oder als Stimme einer einzelnen europäischen Institution, in der Welt mit EINER Stimme die Interessen Europas zu vertreten. WIR sollten in allernächster Zukunft immer mehr verstanden werden als Europäer. WIR können eine deutlich wichtigere Rolle in der Welt einnehmen als die Summe aller Mitgliedsstaaten. WIR sollten z.B. einen Sitz in der UNO haben, die Nationen der EU müssen anfangen zu begreifen, dass die Zukunft in der Gemeinsamkeit liegt, ohne die Unterschiede egalisieren zu wollen. Die Unterschiede der Mitgliedsstaaten sind aber in Zukunft nur noch die innere Angelegenheit Europas und sollten damit keine Bedeutung mehr in der Weltpolitik haben. Nötig ist dazu, dass die Mitgliedsstaaten beginnen, sich als Nationen weniger wichtig zu nehmen. Meine Vision ist, daß es den politischen Führungen der Mitgliedsstaaten gelingt, diesen für Europas Wirgefühl wichtigen Schritt zu gehen und bald umzusetzen. WIR sollten den Blick in UNSERE Zukunft richten, Geschichte ist die Vergangenheit, aus der wir lernen müssen, aber nicht unsere Vorurteile beziehen sollten, um den Weg zum vereinigten Europa zu erschweren oder gar zu verbauen.

Da fällt mir noch ein, die Bezeichnung EU gibt nicht das wieder, was hier in Zukunft Europa sein sollte, näher liegt da schon USE (United States of Europe) und träfe es schon viel eher, womit die Parallele zu den USA auch schon eine mögliche, zukünftige politische Organisation Europas nahelegt. Der Weg dorthin ist sicher weit und langwierig, aber nicht unmöglich. Mein größter Wunsch ist es, Europa als Nation noch erleben zu dürfen.

Es grüßt ein Europäer aus Überzeugung

Paul-R. Imberge

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