"Die in der Darstellung hervorragende Verfilmung von Heinrich Manns gleichnamigem Roman ist ein scharfer politischer Angriff auf den alten Preußengeist, die unter dem Deckmantel des historischen Rückblicks jede Art staatlicher Totalität anprangert. Menschen und Situationen sind satirisch überzeichnet, durch raffinierte Montage und Überblendungen werden Kontrastwirkungen mit aufrüttelnder Wirkung erzielt. Tendenziös und uneinheitlich gerät der Film dadurch, daß der karikaturistischen Zeichnung der Reaktionäre eine pathetische Überhöhung der Arbeiter und Sozialdemokraten gegenübersteht." (fd 2 502)
""Ich will die Bereitschaft gewisser deutscher Menschen um 1900 zeigen, die über zwei Weltkriege hinweg zum Zusammenbruch Deutschlands im Jahre 1945 führte" erklärte Staudte, der Heinrich Manns gegen den wilhelminischen Zeitgeist gerichtete Satire zum Sinnbild des nationalistischen Untertanen verkürzte. (...) Die Kulturpolitiker fanden den Film "eindrucksvoll" (Hermann Axen), zumal ihn die westdeutsche Seite durch Aufführungsverbot und hysterische Kritiken politisch bestätigte, aber er war nicht das was sie eigentlich wollten." (Wolfgang Gersch, Film in der DDR, S. 331f.)
Auszeichnungen u.a.:
Nationalpreis II. Klasse für Wolfgang Staudte
Nationalpreis III. Klasse für Werner Peters
Preis für den Kampf um den sozialistischen Fortschritt der Internationalen Filmfestspiele Karlovy Vary (Karlsbad)
Finnisches Ehrendiplom für einen der 12 besten Filme des Jahres