"Vierter "Aufklärungsfilm" des Scheinpsychologen Kolle, der mit Hilfe eines pseudowissenschaftlichen Selbstinterviews an zwei spielfilmhaft konstruierten Beispielen glaubhaft zu machen versucht, daß eheliche Treue eine Überforderung bedeute. Der romantisierend-verkitschte Film erhebt den Anspruch, Lebenshilfe anzubieten. Seine innere Verlogenheit dokumentiert sich in der sträflichen psychologischen Simplifizierung und im krassen Widerspruch zwischen Kommentar und Bild." (fd 16 392)
"Die Erfindung der Pille, die in der Bundesrepublik ab 1962 auf Rezept erhältlich war, veränderte die Sexualpraxis weiter Bevölkerungskreise und initiierte, nach entsprechenden Artikeln in der Boulevardpresse, auch eine Welle von sogenannten Aufklärungsfilmen. (...) Sexualität als Thema im Film war derart erfolgreich, daß sich schnell das Serienprinzip durchsetzte und der Schritt vom Aufklärungsfilm, oft dokumentarisch, zum unterhaltenden Spielfilm und zum "Porno" nahelag." (Werner Faulstich/Helmut Korte, Fischer Film-Geschichte 1961-1976, S. 34f.)
Auszeichnungen u.a.: Goldene Leinwand
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