Presseinformation: Heimat und Exil. Emigration der deutschen Juden nach 1933
Der erzwungene Exodus der deutschen Juden nach 1933 ist das Thema einer gemeinsamen Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin und des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Sie wird am Donnerstag, dem 28. September 2006, in Berlin eröffnet und ist bis 9. April 2007 im Jüdischen Museum Berlin zu sehen. Das Haus der Geschichte in Bonn zeigt die Ausstellung anschließend vom 17. Mai bis 7. Oktober 2007.
Erstmals wird die Emigration von rund 280.000 deutschen Juden in über neunzig Länder in einer Gesamtschau gezeigt. Mit rund 1.500 Exponaten erzählt die Ausstellung von Verfolgung und Fluchtvorbereitung, von Reisewegen in eine ungewisse Zukunft und vom Neuanfang in einer fremden Welt. Sie zeichnet anhand einzelner Schicksale die ersten Jahre in den Aufnahmeländern nach und berichtet von den Schwierigkeiten, sich eine neue materielle Grundlage zu schaffen und sich an eine fremde Umgebung, ungewohnte klimatische Bedingungen und kulturelle Eigenarten anzupassen. Die Länder, in denen die meisten deutschen Juden Zuflucht fanden - USA, Großbritannien, Palästina und einige lateinamerikanische Staaten - sowie zwei "exotische" Fluchtorte, Schanghai und die Dominikanische Republik, stehen dabei im Mittelpunkt.
Mit reichem biografischem Material und vielen Film- und Hörstationen stellt die Ausstellung Fragen nach der emotionalen und geografischen Heimat zwischen Alltag, Anpassung und Integration.
Heimat und Exil. Emigration der deutschen Juden nach 1933
29. September 2006 bis 9. April 2007 im Jüdischen Museum Berlin
17. Mai bis 7. Oktober 2007 im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn
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Dr. Daniel Kosthorst
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