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    Pressemitteilung: „Leben nach dem "Prinzip links" - Hermann Weber stellt seine Erinnerungen vor

    Hermann Weber, der Nestor der bundesdeutschen DDR-Forschung, und seine Frau Gerda haben ein politisch bewegtes Leben geführt. In ihrem Buch „Leben nach dem "Prinzip links"” blicken sie zurück auf fünf Jahrzehnte persönlicher Erfahrungen und Begegnungen. Diese Rückschau reflektiert zugleich wichtige politische Eckdaten des 20. Jahrhunderts. Die Buchpräsentation findet statt am Mittwoch, 17. Januar 2007, um 11 Uhr im Informationszentrum des Hauses der Geschichte.

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    Hermann Weber kann auf ein aufregendes Leben zurückschauen. Nach einer Schulung an der SED-Parteihochschule 1947 bis 1949, wo er seine Frau kennenlernte, ging er zurück nach Westdeutschland, um für die SED-Jugendorganisation FDJ tätig zu werden, während Gerda dort die Frauenorganisation DFD (Demokratischer Frauenbund Deutschlands) leitete. In den 1950er Jahre gerieten sie in den Verdacht illegaler kommunistischer Tätigkeit. Beide wurden 1953 verhaftet, zu einer Zeit, als sie begannen, sich vom Stalinismus zu lösen. Auf der Suche nach einer neuen politischen Heimat wählten sie einen „dritten Weg”, der sie immer wieder in Konflikt mit den vorherrschenden Denkmustern des Kalten Krieges brachte. Besonders heftig attackiert wurde Hermann Weber von der SED-Führung, der er mehrfach Geschichtsfälschungen nachweisen konnte. Die SED setzte daraufhin Spitzel des Ministeriums für Staatssicherheit auf ihn an. In den 1970er Jahren wird Hermann Weber Professor für Politische Wissenschaft und Zeitgeschichte an der Universität Mannheim, die Stadt gilt bald als „Synonym der historischen DDR-Forschung”.

    Buchvorstellung mit Professor Dr. Hermann Weber, 17. Januar 2007, 11 Uhr, Informationszentrum
    Hermann und Gerda Weber:
    „Leben nach dem "Prinzip links". Erinnerungen aus fünf Jahrzehnten”
    Christoph Links Verlag, Berlin, 480 Seiten, 24 Faksimiles, 65 Fotos, € 19,90


    Wechselausstellung 2006-11-30

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