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    "The American Way. Die USA in Deutschland"
    Neue Wechselausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig


    Vom „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ bis zu „Ami go home“: Kaum ein anderes Land weckt bei den Deutschen so viele Emotionen und polarisiert in einem Maße wie die USA. Die Geschichte Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg ist ohne den Einfluss der Vereinigten Staaten in vielen Bereichen nur schwer vorstellbar. Dieser besonderen Beziehung widmet sich die neue Ausstellung mit rund 1.000 Exponaten und zahlreichen Medienstationen - von einer Harley Davidson „Captain America“ über das Original-Liedblatt „Muss i denn“ mit handschriftlichen Anmerkungen von Elvis Presley bis hin zu Erinnerungsstücken aus der Jugendkultur der DDR, die sich vielfach an amerikanischen Vorbildern orientierte. „The American Way“ präsentiert auch Exponate, die mit dieser Ausstellung erstmals in Deutschland zu sehen sind: ein Wrackteil eines der bei den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York zerstörten Flugzeuge sowie das Etagenschild vom 102. Stockwerk des World Trade Center.
    Die Ausstellung, zu der die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eine kostenlose App für Tablet-Computer anbietet, ist vom 2. April bis 12. Oktober 2014 im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig zu sehen.
    Der Eintritt ist frei.

    Pressefotos

    Sieger und Besiegte
    Der Bombenkrieg, die Zerstörung deutscher Städte sowie die Beschlagnahmung von Gebäuden und Industrieanlagen prägen zunächst das Amerikabild in der deutschen Bevölkerung. Im Zeichen des Kalten Kriegs vollzieht sich aber ein Wandel in der amerikanischen Deutschlandpolitik. In Westdeutschland gewinnen die USA durch CARE-Pakete, Marshallplan und die Luftbrücke nach West-Berlin Sympathien und avancieren zur beliebten Schutzmacht.

    Vorbild Amerika?
    In den 1950er und 1960er Jahren wird der „American Way of Life“ zum Vorbild für viele Deutsche in der Bundesrepublik. Während Jugendliche die Musik von Bill Haley und Elvis Presley hören, begeistern sich die Erwachsenen für Einbauküchen und Hollywoodschaukeln. Wenige Jahre später demonstriert die Studentenbewegung gegen vermeintlichen „US-Imperialismus“ und den Krieg in Vietnam. Millionen Bundesbürger sind zu Beginn der 1980er Jahre auf der Straße: Sie protestieren gegen die Stationierung neuer amerikanischer Mittelstreckenraketen.
     
    Feindesland und Sehnsuchtsort
    Auf der anderen Seite des „Eisernen Vorhangs“ betreibt das SED-Regime massive antiamerikanische Propaganda und versucht, westliche Einflüsse auf die Bevölkerung zu unterbinden. Dennoch sind die Vereinigten Staaten für viele Ostdeutsche Projektionsfläche ihrer Sehnsüchte und Träume: Amerikanische Rock- und Popmusik begeistert auch die Jugend in der DDR; amerikanische Konsumgüter sind begehrte Waren und Geschenke im Land des „real existierenden Sozialismus“.

    Gemeinsam vor globalen Herausforderungen
    Die Bedeutung der atlantischen Partnerschaft wird bei der Wiedervereinigung deutlich: Die USA unterstützen bereits 1989 den Einigungsprozess.
    Nach dem Ende des Kalten Kriegs entstehen neue globale Probleme. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 lösen Fassungslosigkeit aus. Die Bundesrepublik entsendet Soldaten nach Afghanistan, um die amerikanischen Truppen im „Krieg gegen den Terror“ zu unterstützen. Aber der folgende Krieg gegen den Irak wird zur Belastungsprobe der gemeinsamen Beziehungen.
    Die USA sind im Zeitalter der Globalisierung zunehmend auch wirtschaftlicher Konkurrent, die amerikanische Bankenkrise hat erhebliche Auswirkungen auf die Volkswirtschaften in Deutschland und Europa. Für Unmut sorgt die Affäre um die Spionage der NSA. Wie sich die deutsch-amerikanischen Beziehungen vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen weiter entwickeln werden, ist noch nicht abzusehen. Trotz aller Verstimmungen bleibt Amerika mit seiner Musik, mit Filmen, Medien und Produkten auch weiterhin im Alltag der Bundesbürger präsent.

    Pressevorbesichtigung: 1.4.2014, 10.00 Uhr
    Pressekonferenz: 1.4.2014, 11.00 Uhr
    Eröffnung: 1.4.2014, 19.00 Uhr, mit Konsulin Teta M. Moehs, Amtierende
    Leiterin des Generalkonsulats der USA in Leipzig

    Ausstellung (2.4.–12.10.2014)
    „The American Way. Die USA in Deutschland“
    Öffnungszeiten: Di–Fr, 9–18 Uhr, Sa/So 10–18 Uhr, Eintritt frei


    Wechselausstellung 2006-11-30

    Medienanfragen richten Sie bitte an:

    Dr. Daniel Kosthorst
    Tel.: (03 41) 22 20-121
    Fax: (03 41) 22 20-500