Florian Gerster geb. 1949

Florian Gerster ist ein deutscher Politiker. Der Diplom-Psychologe ist von 1991 bis 1994 Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Europa des Landes Rheinland-Pfalz und von 1994 bis 1998 dort Minister für Arbeit, Soziales und Gesundheit. Im Jahr 2002 wird Gerster von Bundeskanzler Schröder zum Leiter der Bundesanstalt für Arbeit (heute Bundesagentur für Arbeit) ernannt und reformiert diese maßgeblich.

  • 1949
    7. Mai: Florian Gerster wird in Worms als drittes Kind in einer Arztfamilie geboren.
  • 1966
  • 1968
    Abitur. Anschließend Wehrdienst.
  • 1970-1975
    Studium der Psychologie und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Abschluss des Studiums mit dem Examen als Diplom-Psychologe.
  • 1976-1977
    Persönlicher Referent des SPD-Fraktionsvorsitzenden im Mainzer Landtag.
  • 1977-1987
    Mitglied des Landtages von Rheinland-Pfalz.
  • 1981-1991
    Tätigkeit als freiberuflicher Personalberater.
  • 1986
    Gerster heiratet die Lehrerin Ingrid Kundel. Aus der Ehe gehen zwei Kinder hervor.
  • 1987-1991
    Mitglied des Deutschen Bundestages.
  • 1991-1994
    20. Mai: Berufung zum Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Europa des Landes Rheinland-Pfalz.
  • 1994-1998
    Wechsel in das Amt des Ministers für Arbeit, Soziales und Gesundheit in Rheinland-Pfalz.
  • 1996
    Direkt gewähltes Mitglied des Landtages mit Schwerpunkt auf dem Fachgebiet Soziales und Gesundheit.
  • 1997
    Erscheinen des Buches "Gesellschaft mit beschränkter Haftung: Gewinner und Verlierer im Sozialstaat". Gerster fordert darin unter anderem einen höheren Stellenwert der Eigenverantwortung in der Sozialpolitik.
  • 1996-2001
    Vorsitz des Ausschusses für Soziales und Gesundheit im rheinland-pfälzischen Landtag.
  • 2002
    20. März: Gerster tritt die Nachfolge von Bernhard Jagoda (geb.1940) als Leiter der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg an, die 2004 in Bundesagentur für Arbeit umbenannt wird. Gerster wirbt für eine grundlegende Neuausrichtung der Bundesanstalt.
  • 2003
    Im November gerät Gerster wegen der Vergabe eines zuvor nicht ausgeschriebenen PR-Auftrages der Bundesanstalt für Arbeit in Höhe von 1,5 Millionen Euro in die Kritik.
  • 2004
    20. Januar: Vorwürfe der Verfälschung interner Protokolle der Bundesagentur für Arbeit zur Vertuschung der Affäre werden laut. 24. Januar: Trotz Entlastung durch einen internen Revisionsbericht entzieht ihm der Verwaltungsrat der Bundesagentur das Vertrauen. Gerster wird vom Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, entlassen. Seit März arbeitet Gerster als freier Unternehmensberater und Lehrbeauftragter der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Er ist Mitglied des Kuratoriums der Friedrich-Ebert-Stiftung und in verschiedenen Aufsichts- und Beiräten.

 

(nc/reh) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Stand: 18.09.2014
Text: CC BY NC SA 4.0

Empfohlene Zitierweise:
Chmura, Nadine/Haunhorst, Regina: Biografie Florian Gerster, in: LeMO-Biografien, Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland,
URL: http://www.hdg.de/lemo/biografie/florian-gerster.html
Zuletzt besucht am 26.10.2014

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