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Dieser Eintrag stammt von Nicole Pfitzner (* 1986),
Hornburg. |
Maueröffnung
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Die innerdeutsche Grenzöffnung aus der Sicht einer Hornburger Politikerin
Die erwähnten Orte liegen nördlich des Harzes "Es war der 9.11.1989, als Herr und Frau Illner abends den Fernseher anschalteten, um die Nachrichten zu sehen. Sie wollten es erst nicht glauben, aber an diesem Abend wurde die Grenze in Berlin geöffnet. Am nächsten Morgen fuhren Herr und Frau Illner aufgeregt und doch auch neugierig zum Grenzübergang Mattierzoll, aber ab Rocklum mussten sie die letzten 4 km nach Mattierzoll laufen, weil es dort keine Möglichkeit mehr gab, weiter mit dem Auto zu fahren, so groß war der Ansturm. Auf dem Weg nach Mattierzoll kamen ihnen Massen von ostdeutschen "Trabbis&quo; entgegen. Es gab wahrhaftig ein paar "wohlmeinende" Westdeutsche, die den Ostdeutschen Bananen in die Autos reichten. Die Grenze war tatsächlich offen, aber trotzdem musste man die Pässe vorzeigen. Noch bevor der Grenzübergang Hornburg-Hoppenstedt geöffnet wurde, machten sich einige Hornburger SPD-Mitglieder, unter anderem der jetzige Bürgermeister von Hornburg und Herr und Frau Illner zur ersten Mitgliederwerbung und zur Vorbereitung des Wahlkampfes zur Rhodener SPD auf, die zu diesem Zeitpunkt nur 3 Mitglieder hatte. Obwohl Rhoden nur 5km von Hornburg entfernt ist, dauerte die Fahrt dorthin eine Stunde, da man über den 30 km entfernten Grenzübergang Mattierzoll und auf der Ostseite die lange grenznahe Panzerstraße bis Rhoden fahren musste. Auf dieser Seite hatten alle ihre Partnerschaft, die bereits vor dem 2. Weltkrieg schon einmal bestand, wieder aufleben lassen. Die Hornburger und die Osterwieker SPD-Mitglieder gestalteten aktiv den ersten Wahlkampf. Der Wahlkampf aber war schwierig. Die Resonanz der Bevölkerung war sehr verhalten. Das Wort "Genosse" erinnerte zu sehr an alte Zeiten. Deshalb hatte die CDU die besseren Chancen. Positiv für uns ist, dass die Partnerschaft zwischen Hornburg und Osterwiek nach zehn Jahren immer noch intensiv besteht und mit Leben erfällt ist." Als ich das hörte, konnte ich gar nicht glauben, dass es damals in der Rhodener SPD nur 3 Mitglieder gab. Ich finde diese Thema sehr spannend, und deshalb habe ich mir am Sonntag in Hornburg das Museum über die Grenzöffnung angesehen.