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Dieser Eintrag stammt von Luise Schneider (* 10.5.1938), Werdau (Sachsen). |
Volkseigene Güter/Volkseigene Betriebe (VEG/VEB) Privatbetriebe Treuhandanstalt |
Im Jahr 1952 erlernte ich den Beruf eines Tuchmachers. Ab 1955 arbeitete ich dann als Weberin in dem Crimmitschauer Textilbetrieb Gebr. Pfau. Es war ein Privatbetrieb. Es blieb aber nicht beim Weben, denn ich hatte ja auch das Schären von Ketten, Zwirnen, Spulen, Fachen und die gesamte Webereivorbereitung gelernt. Da musste ich nun überall mal aushelfen.
Ich lernte dann noch die Bruttolohnrechnung für mehrere Abteilungen.
1978 wurde ich als Verantwortliche für Webereivorbereitung eingesetzt. Von 1980-86 war ich Leiterin der Abteilung Weberei und Kettschärerei.
Im Jahr 1972 wurde unser Betrieb halbstaatlich, unter unserem alten Chef und dem Namen "Modetuche". 1976 wurden wir verstaatlicht und kamen zu den "VEB Volltuchwerken" Crimmitschau. Wir sind ein Streichgarnwerk mit sehr alten Maschinen.
Unsere Zylinderwalken sind vom Jahr 1899-1904 und noch mit Transmission. Die Trockenmaschine, Waschmaschinen und Farbkufen von Anfang 1900. Wir sind ein Vollstufenwerk d. h. vom Rohstoff bis zum fertigen Damenmantel und Rockstoff haben wir alles in einem Werk. Trotz der alten Maschinen wurde immer in Leistung gearbeitet.
Ich hatte mir dann zur Aufgabe gemacht noch mehr dazu zu lernen. Übernahm dann die Muster und Kuponweberei und arbeitete zuletzt als Verantwortliche für Garne.
Ich war Mitglied im FDGB (Gewerkschaft) und im DFD (Frauenbund). Von 1961-1969 war ich als Abgeordnete im Stadtparlament von Crimmitschau tätig.
Meine lange Tätigkeit und Mitarbeit wurde mit folgenden Auszeichnungen gewürdigt: