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- Januar
- 1.1.
Das Bundesdatenschutzgesetz tritt in Kraft. Erster Bundesbeauftragter für den Datenschutz
wird im Februar Hans Peter Bull (geb. 1936).
- 10.1. Das Büro des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" in
Ost-Berlin wird durch die DDR-Behörden geschlossen. Damit reagiert
die SED-Führung
auf die Veröffentlichung eines regimekritischen Manifests einer
bislang unbekannten SED-Oppositionsgruppe durch den "Spiegel".
- 19.1. Der letzte in Deutschland gefertigte VW-"Käfer"
läuft in Emden vom Band.
- Februar
- 1.2. In einem Leserbrief an die Londoner Tageszeitung "The
Times" setzen sich namhafte Schriftsteller, darunter Heinrich
Böll, Graham Greene (1904-1991) und Arthur Miller (1915-2005)
für die Freilassung des seit 1977 in der DDR inhaftierten Regimekritikers
Rudolf Bahro ein.
- 2.2.
Nach Bekanntwerden mehrerer Abhöraktionen des Militärischen Abschirmdienstes (MAD)
erklärt Verteidigungsminister
Georg Leber (geb.1927)(SPD)
seinen Rücktritt. Sein Nachfolger wird Hans Apel (geb. 1932).
- 9.-15.2.
In Ost-Berlin wird das
Brecht-Haus und
ein Brecht-Dialog über "Kunst und Politik" eröffnet.
- 12.2.
In Hofheim/Taunus wählen die Jungsozialisten (Jusos) den 33jährigen Rechtsanwalt
Gerhard Schröder
aus Hannover zum neuen Vorsitzenden.
- 16.2. Der Bundestag
verabschiedet das zweite Anti-Terror-Gesetz.
So werden beispielsweise bei Gesprächen zwischen den Terroristen
und ihren Anwälten künftig Trennscheiben vorgeschrieben, die
das Einschmuggeln von Gegenständen verhindern sollen. Außerdem
können Verteidiger vom laufenden Verfahren ausgeschlossen werden,
wenn der Verdacht auf Tatbeteiligung besteht. Schließlich können
bei Fahndungen an öffentlich zugänglichen Orten Kontrollstellen
eingerichtet werden.
- 18.2. Das DDR-Kulturministerium legt in Ost-Berlin einen "Plan
zur langfristigen Entwicklung der sozialistischen Kultur und ihrer materiell
technischen Basis" vor. Darin wird unter anderem eine Steigerung der
jährlichen Buchneuerscheinungen von 5.900 auf 7.200 genannt. Als
vordringlichstes Bauvorhaben bezeichnet das Ministerium den Wiederaufbau
des Dresdner Zwingers.
- 27.2.
Auf einer Umweltschutzkonferenz der Bundesländer in West-Berlin gibt Bundesinnenminister
Werner Maihofer (geb. 1918) (F.D.P.) die Einführung eines Gütezeichens für umweltverträgliche Produkte
bekannt. Es ähnelt dem Umweltschutzzeichen der Vereinten Nationen und zeigt einen von einem
Eichenkranz umgebenen blauen Engel.
- März
- 3.3. In der Bundesrepublik läuft der Film "Deutschland
im Herbst" an. Die Gemeinschaftsarbeit von Alexander
Kluge, Volker Schlöndorff (geb. 1939), Rainer
Werner Fassbinder, Alf Brustellin (1940-1981), Bernhard Sinkel (geb.
1940), Katja Rupé (geb. 1949), Edgar Reitz (geb. 1932), und anderen
stellt die politische
Stimmung im September/Oktober 1977 um die Schleyer-Entführung,
die Geiselbefreiung in Mogadischu und den Tod der RAF-Terroristen
im Gefängnis Stuttgart-Stammheim dar.
- 6.3.
Der Staats- und Parteichef der DDR,
Erich Honecker, trifft sich zu Gesprächen mit dem
Vorstand der Evangelischen Kirchenleitung in der DDR. Daraufhin wird der
Kirche mehr Spielraum eingeräumt.
- 9.3. Die drei Nachrichtendienste der Bundesrepublik - Militärischer
Abwehrdienst (MAD), Bundesnachrichtendienst (BND) und Bundesamt für
Verfassungsschutz - werden per Gesetz der parlamentarischen Kontrolle
unterworfen.
Das Folgetreffen der Konferenz
über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) in Belgrad
endet mit der Verabschiedung eines "Abschließenden Dokuments",
in dem die Menschenrechte unerwähnt bleiben, das jedoch die Schlussakte
von Helsinki im Ganzen bestätigt.
- 15.3. Die Streiks in der Druckindustrie der Bundesrepublik
weiten sich aus. Die IG Druck und Papier fordert von den Arbeitgebern
den Erhalt ihres tariflichen Besitzstandes, den sie durch die Einführung
computergesteuerter Textverarbeitungssysteme gefährdet sieht. Die
Arbeitgeber gehen auf die Forderungen nicht ein und ergreifen bundesweite
Aussperrungsmaßnahmen. Am 20. März einigen sich die Tarifparteien
auf einen Kompromiss, bei dem sich die Arbeitgeberseite unter anderem
dazu verpflichtet, umfassende Umschulungsmaßnahmen vorzunehmen.
- 29.3. Das 3. Internationale Russel-Tribunal tagt in Frankfurt/Main.
Es werden Menschenrechtsverletzungen in der Bundesrepublik Deutschland
angeprangert und die sogenannten Berufsverbote
erörtert. Das erste Tribunal verurteilte 1967 die Kriegsverbrechen
der USA in Vietnam, Thema des zweiten, von 1973 bis 1976 in Rom stattfindenden
Tribunals waren die Menschenrechtsverletzungen durch das Apartheid-Regime
in Südamerika. Dass nun die Bundesrepublik zum Thema des Tribunals
wird, löst in der westdeutschen Öffentlichkeit Empörung
aus.
- 30.3. Als erster westlicher Regierungschef seit der internationalen
Anerkennung der DDR trifft Österreichs Bundeskanzler Bruno Kreisky
(1911-1990) in Ost-Berlin zu einem Staatsbesuch in der DDR ein.
- April
- 11.4. In einem aufsehenerregenden Urteil befindet der baden-württembergische
Verwaltungsgerichtshof, es sei nicht erwiesen, dass die rechtsextreme
Nationaldemokratische
Partei Deutschlands (NPD) verfassungsfeindliche Ziele verfolge.
- 13.4. Das Bundesverfassungsgericht
erklärt das 1977 vom Bundestag beschlossene Wehrpflichtänderungsgesetz,
mit dem die Gewissensprüfung von Kriegsdienstverweigerern
abgeschafft wurde, für verfassungswidrig.
- 20.4.
Uraufführung des Theaterstückes "Germania Tod in Berlin" von
Heiner Müller in
München. In einer Montage aus 13 Bildern stellt Müller Fragmente aus der deutschen Geschichte
und der Arbeiterbewegung dar.
- 24.4.
Nach dem Vorbild der "Sozialistischen Internationale" gründen 18 konservative und
christdemokratische Parteien aus 14 Ländern die "Europäische Demokratische Union".
- 25.4. In Frankfurt/Main wird der Friedenspreis des Deutschen
Buchhandels der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren (1907-2002)
zugesprochen. Die Preisverleihung findet am 22.10. statt.
- Mai
- 4.-7.5. Der sowjetische Staats- und Parteichef Leonid
I. Breschnew (1906-1982) besucht die Bundesrepublik. Dabei wird ein langfristiges
Abkommen über enge Zusammenarbeit bei Großprojekten der Energieentwicklung,
im Transportwesen und im Maschinenbau unterzeichnet.
- 8.5.
Reinhold Messner (geb. 1944) und Peter Habeler (geb. 1942) besteigen als erste Bergsteiger den
Mount Everest ohne Sauerstoffgerät.
- 9.5. Terroristen der Organisation "Rote Brigaden" erschießen
55 Tage nach dessen Entführung den früheren italienischen
Ministerpräsidenten Aldo Moro (geb.1916).
- 11.5.
Die deutschen Terroristen Brigitte Mohnhaupt (geb. 1949), Rolf Clemens Wagner, Peter Boock und
Sieglinde Hoffmann werden in Jugoslawien verhaftet.
- 30.5. Auf dem 8. Schriftstellerkongress der DDR wird Hermann
Kant als Nachfolger von Anna
Seghers zum neuen Präsidenten der Vereinigung gewählt.
Der Kongress steht im Zeichen der parteioffiziellen Parole, dass die
Schriftsteller eine Mannschaft zum Aufbau der sozialistischen Gesellschaft
und im Kampf gegen den Klassenfeind zu bilden hätten. Kritische
Autoren wie Christa Wolf
und Stephan Heym werden
nicht zum Kongress eingeladen.
- 31.5. Hannah Höch (geb.1889), die Mitbegründerin
von Dada Berlin und Pionierin
der Fotocollage, stirbt in West-Berlin.
- Juni
- 6.6. Für die schweren Fahndungspannen im Entführungsfall
Schleyer übernimmt
Bundesinnenminister Werner Maihofer (F.D.P.) die politische Verantwortung
und erklärt seinen Rücktritt. Sein Nachfolger wird Gerhart
Rudolf Baum (geb. 1932) (F.D.P.).
- 7.6. Der DDR-Staats- und Parteichef Erich
Honecker empfängt eine Delegation der Palästinensischen
Befreiungsorganisation (PLO) unter der Leitung von Jassir Arafat (1929-2004)
in Ost-Berlin.
- 12.6.
DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker und der Ständige Vertreter der Bundesrepublik
Deutschland,
Günter Gaus, treffen sich in Ost-Berlin
zu einem Meinungsaustausch. Honecker sichert dabei Gaus den sofortigen Beginn von Gesprächen
über den Bau einer Autobahn von West-Berlin nach Hamburg zu.
- 25.6. In Buenos Aires gewinnt der Gastgeber Argentinien das
Endspiel der Fußballweltmeisterschaft. Titelverteidiger Deutschland
kam nach einer 2:3-Niederlage gegen Österreich nicht unter die
letzten vier.
- 30.6. Der DDR-Regimekritiker
Rudolf Bahro wird
wegen "landesverräterischer Sammlung von Nachrichten" und "Geheimnisverrates"
zu acht Jahren Haft verurteilt. Bahro war 1977 verhaftet worden, nachdem
dasHamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" Auszüge aus seinem
Buch "Die Alternative" veröffentlicht hatte. 1979 wird er ausgebürgert
und siedelt in die Bundesrepublik über.
- Juli
- 7.7.
Martina Navratilova (geb. 1960) gewinnt den ersten ihrer insgesamt neun Einzeltitel bei
den Tennismeisterschaften von Wimbledon in England.
- 11.7.
Der Umwelt-Experte Herbert Gruhl (1921-1993) tritt aus der CDU/CSU-Fraktion aus und
gründet am 13. Juli die Umweltpartei "Grüne Aktion Zukunft" (GAZ).
- 12.7. Im Pariser Centre Pompidou wird die Ausstellung "Paris
- Berlin" eröffnet, die erstmals in Frankreich einen Abriss der
deutschen Kunst von 1900 bis 1933 zeigt.
- 16./17.7.
Der vierte
Weltwirtschaftsgipfel
findet in Bonn statt. Es werden umfangreiche Maßnahmen zur Belebung der Weltkonjunktur,
zur Inflationsbekämpfung und zur Sicherung der Energieversorgung beschlossen.
- 26.7. Das Hamburger Landgericht weist die "Sexismus"-Klage
von zehn Frauen, darunter Alice
Schwarzer und die Schauspielerin Inge
Meysel, gegen die Hamburger Illustrierte "stern" ab.
- 26.7.
In der Nähe von London wird das erste Kind geboren, das außerhalb des Mutterleibes
gezeugt wurde. Die Befruchtung wurde im Reagenzglas vorgenommen und das Ei kurze Zeit
später in die Gebärmutter eingepflanzt.
- August
- 6.8. Papst Paul VI. (1897-1978) stirbt in Castel Gandolfo.
Am 26. August wird der Patriarch von Venedig, Kardinal Albino Luciano,
zu seinem Nachfolger als Papst Johannes Paul I. (1912-1978) gewählt.
- 7.8. Der baden-württembergische Ministerpräsident
Hans Filbinger (1913-2007) (CDU) tritt auf Drängen seiner Parteifreunde
zurück. Gegen Filbinger waren Vorwürfe wegen seiner Tätigkeit
als Jurist in der NS-Zeit laut geworden.
Sein Nachfolger wird Lothar Späth (geb. 1937).
- 26.8-3.9.
Als erster Deutscher nimmt der DDR-Kosmonaut Sigmund Jähn (geb. 1937) an einem Weltraumflug
teil.
- 27.8.
Der schnellste Eisenbahnzug der Welt, ein Prototyp des TGV (Train de Grande Vitesse),
wird in Frankreich erfolgreich getestet. Der Zug erreicht eine Geschwindigkeit von 260
km/h.
Der
Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW/Comecon)
beschließt in Budapest eine Drosselung der
Einfuhren aus dem Westen bis 1980.
- September
- 1.9. In den Schulen der DDR wird in den Klassen 9 und 10 der
Wehrunterricht eingeführt. In acht Doppelstunden pro Schuljahr
werden die Schüler über Waffengattungen, moderne Kriegführung
und die militärische Situation in Mitteleuropa "informiert".
Außerdem werden praktische Übungen an Waffen im Gelände
und Übungen zur Zivilverteidigung durchgeführt.
- 6.9.
Der als Terrorist gesuchte Willy Peter Stoll wird von Polizisten bei dem Versuch seiner
Festnahme in Düsseldorf erschossen.
- 10.9.
Die Innenminister der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs, der Schweiz, Italiens und
Frankreichs vereinbaren auf einer Konferenz in Wien eine engere Zusammenarbeit bei der
Terrorismusbekämpfung.
- 13.9. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe teilt mit, dass in
Wiesbaden ein großes Waffenlager der Terrororganisation "Revolutionäre
Zellen" entdeckt und mehrere Personen festgenommen worden sind.
- 15.9.
In New Orleans wird Muhammad Ali (geb. 1942) mit einem Punktsieg über den 11 Jahre jüngeren
Titelverteidiger Leon Spinks zum dritten Mal Weltmeister aller Klassen im Boxen.
- 17.9. Der ägyptische Staatschef Muhammad Anwar as Sadat
(1918-1981) und der israelische Ministerpräsident Menachem Begin
(1913-1992) einigen sich unter Vermittlung von US-Präsident Jimmy
Carter (geb. 1924) auf die Einleitung von friedensstiftenden Maßnahmen
im Nahen Osten.
- 22.9. Vertreter der Wirtschaft aus der Bundesrepublik unterzeichnen
in Peking ein Protokoll über ein langfristig angelegtes Acht-Milliarden-D-Mark-Geschäft
mit der Volksrepublik China.
- 28.9. Nach einer nur 34tägigen Amtszeit stirbt überraschend
Papst Johannes Paul I. Dies ist das bislang kürzeste Pontifikat
in der römisch-katholischen Kirchengeschichte.
- Oktober
- 12.10. Der Vatikan tritt Gerüchten entgegen, Papst Johannes
Paul I. sei möglicherweise Opfer eines Komplotts, eventuell sogar
eines Mordanschlages geworden. Nach Feststellung der Ärzte ist
Johannes Paul I. einem Herzanfall erlegen.
- 16.10. Der polnische Kardinal Karol Wojtyla, Erzbischof von
Krakau, wird zum neuen Papst gewählt. Papst
Johannes Paul II. ist seit 455 Jahren der erste nicht-italienische
Papst.
- 22.10.
Die schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren wird in der Frankfurter Paulskirche mit
dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
- 25.10. Auf ihrem Bundesparteitag in Ludwigsburg verabschiedet
die CDU
ihr erstes Grundsatzprogramm seit der Gründung 1945. Unter dem
Titel "Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit" werden in 137 Artikeln
die Grundwerte der CDU aufgelistet, die sich deutlich vom Parteiprogramm
der regierenden SPD abheben.
- 27.10.
In der Bundesrepublik läuft der Film "Zwischengleis" von
Wolfgang Staudte an. Das
Psychodrama einer Selbstmörderin ist der letzte Kinofilm Staudtes.
- November
- 6.11. Unangekündigte Premiere des Films "Das Versteck"
von Frank Beyer (geb. 1932) nach dem Buch von Jurek
Becker in Ost-Berlin. Der Hauptdarsteller Manfred
Krug lebt seit 1977 in der Bundesrepublik.
Nach blutigen Unruhen im Iran tritt die Regierung unter Jaffar Sharif-Emami (1910-1998)
zurück. Der Schah von Persien, Mohammad Resa Pahlawi (1919-1980), setzt daraufhin eine
Militärregierung ein.
- 13.11. In Hollywood wird der 50. Geburtstag der Comic-Figur
"Mickey Mouse" gefeiert.
- 16.11.
Im DDR-Außenministerium in Ost-Berlin unterzeichnen Vertreter der Bundesrepublik und
der DDR das Verkehrsabkommen zwischen beiden Ländern. Darin werden der Bau einer neuen
Transitautobahn zwischen Berlin und Hamburg, die Wiedereröffnung des Teltowkanals für die
Binnenschiffahrt und die Neuregelung der Transitpauschale an die DDR vereinbart.
- 17.11. Das Belgrader Kreisgericht entscheidet, dass die mutmaßlichen
deutschen Terroristen Brigitte Mohnhaupt, Rolf Clemens Wagner, Peter
Boock und Siglinde Hoffmann, die im Mai 1978 in Jugoslawien verhaftet
worden sind, aus Mangel an Beweisen nicht an die Bundesrepublik ausgewiesen
werden.
- 19.11. Auf Befehl ihres Anführers Jim Jones (geb.1931)
begehen über 900 Mitglieder der Sekte "Tempel des Volkes", darunter
auch über 100 Kinder, im Dschungel von Guyana "Selbstmord".
- 29.11.
Vertreter der Bundesrepublik Deutschland und der DDR unterzeichnen im Kanzleramt in
Bonn ein Regierungsprotokoll, in dem der Verlauf der
innerdeutschen Grenze
festgelegt wird. Ausgeklammert bleibt der strittige Verlauf der Elbgrenze.
- Dezember
- 10.12. Der Friedensnobelpreis
wird an den ägyptischen Staatspräsidenten Muhammad Anwar as
Sadat und den israelischen Ministerpräsidenten Menachem Begin für
ihre Bemühungen um die Beilegung des Nahostkonfliktes verliehen.
- 17.12. Die Organisation der erdölexportierenden Länder
(OPEC) erhöht den Erdölpreis für 1979 um durchschnittlich
10 Prozent und bewirkt damit den zweiten "Ölschock"
nach 1973/74.
- 19.12. Papst Johannes Paul II. kündigt an, dass jede katholische
Frau, die eine Abtreibung vornehmen lässt, von der katholischen
Kirche exkommuniziert wird.
- 25.12.
Unterstützt von Guerillakämpfern der kambodschanischen Einheitsfront für die Nationale
Rettung, fallen vietnamesische Truppen in Kambodscha ein. Damit wird das blutige Regime des
Pol Pot (1925-1998) vorerst beendet.
- 27.12.
Die 1977 aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland geflohene Leichtathletin Renate
Neufeld macht gegenüber dem Sportinformationsdienst in Düsseldorf aus eigener Erfahrung
detaillierte Angaben über den systematischen Einsatz von Doping-Mitteln im DDR-Leistungssport.
- Außerdem
-
Siegfried Lenz: Heimatmuseum (Roman)
Martin Walser: Ein fliehendes Pferd (Novelle)
Die Illustrierte "stern" startet unter dem Titel "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" die Veröffentlichung
eines Tonbandprotokolls, das die "Drogen-Karriere" der 16jährigen Christiane F. in West-Berlin
schildert.
In Düsseldorf bieten erstmals in der Bundesrepublik Frauen fernmündliche Sex-Dienste, den
sogenannten Telefon-Sex an. Zunehmenden Zulauf verzeichnen auch die ersten "Peep-Shows" in
westdeutschen Großstädten, in denen sich unbekleidete Frauen nach Einwurf einer Münze
kurzzeitig den Betrachtern darbieten.
(iz)
© Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
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