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- Januar
- 4.1. Die sowjetische Zeitschrift "Ogonjok" veröffentlicht
einen Bericht über eine ökologische Katastrophe um den Aralsee
in Kasachstan. Infolge verschiedener Bewässerungsprojekte in den
Sowjetrepubliken Kasachstan und Usbekistan hat sich der Wasserspiegel
des Aralsees innerhalb weniger Jahre um mehrere Meter gesenkt, so dass
weite Landstriche ausgetrocknet und durch Versalzung unfruchtbar geworden
sind.
Die ungarischen Behörden beginnen mit der Ausgabe von Reisepässen,
mit denen ungarische Bürger ohne Ausreisevisum auch ins westliche
Ausland reisen dürfen. Vor den Ausgabestellen bilden sich lange
Warteschlangen.
- 5.1. In Düsseldorf beginnt der Prozess gegen Abbas Ali
Hamadi. Ihm wird "Nötigung" der Bundesregierung
wegen der Beteiligung an der Entführung von Alfred Schmidt und
Rudolf Cordes (geb. 1933) im Januar 1987 im Libanon vorgeworfen. Am
19. April wird Hamadi zu 13 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
- 7.1. DDR-Staats- und Parteichef Erich
Honecker trifft in Paris ein. Es ist der erste Staatsbesuch eines
DDR-Staatschefs in Frankreich.
- 8.1. Die Vereinigten Staaten heben das seit 1952 bestehende
Einreiseverbot für Mitglieder kommunistischer Organisationen auf.
Einreisewillige müssen nicht mehr Auskunft über eine etwaige
Mitgliedschaft in einer kommunistischen Gruppierung geben.
- 10.1. Jürgen Sparwasser (geb. 1948), einer der prominentesten
Fußballspieler der DDR, setzt sich in die Bundesrepublik ab.
- 12.1. Bundesaußenminister Hans-Dietrich
Genscher trifft im Rahmen seines Polenbesuchs mit dem Vorsitzenden
der verbotenen Gewerkschaft "Solidarnosc", Lech Walesa (geb.
1943), zusammen. In dem Gespräch sichert Genscher der polnischen
Opposition Unterstützung bei ihrem Eintreten für demokratische
Reformen zu.
- 14.1. Bundesumweltminister Klaus Töpfer (geb. 1938) (CDU)
lässt der Brennelemente-Firma Nukem bei Hanau/Hessen die Betriebsgenehmigung
entziehen, nachdem schwerwiegende Unregelmäßigkeiten bei
der Nuklearfabrik bekannt geworden sind.
- 15.1. In Moskau wird die erste unabhängige Organisation,
die Internationale Stiftung für das Überleben und die Entwicklung
der Menschheit, mit offizieller Billigung der Behörden gegründet.
- 17.1. Am Rande der traditionellen Demonstration zum Jahrestag
der Ermordung von Rosa
Luxemburg und Karl
Liebknecht verhaftet der DDR-Staatssicherheitsdienst
rund 120 Menschen. Davon werden 54 zur Ausreise in die Bundesrepublik
genötigt.
- 22.1. In Paris findet zum 25. Jahrestag des deutsch-französischen
Freundschaftsvertrages ein Festakt statt, an dem unter anderem Bundeskanzler
Helmut Kohl und der
französische Staatspräsident François Mitterrand (1916-1996)
teilnehmen.
- 24.1. Das Theaterstück "Frauen vor Flusslandschaft" nach
dem gleichnamigen Roman von Heinrich
Böll wird in den Münchner Kammerspielen unter der Regie
von Volker Schlöndorff (geb. 1939) uraufgeführt.
- Februar
- 2.2. In einem internen Bericht des DDR-Staatssicherheitsdienstes
wird die Zahl der rechtsradikalen Skinheads in der DDR mit rund 800
beziffert. Offiziell wurde die Existenz von Neo-Nazis in der DDR bisher
geleugnet.
- 3.2. Der Untersuchungsausschuss
des Landtags in Kiel zur Aufklärung der "Barschel-Affäre"
legt seinen Abschlussbericht vor. Darin werden dem verstorbenen Ministerpräsidenten
von Schleswig-Holstein, Uwe Barschel (1944-1987) (CDU), schwere Verfehlungen
im Wahlkampf gegen den SPD-Kandidaten Björn
Engholm und Machtmissbrauch vorgeworfen.
- 4.2. In einer Rede vor der in Genf tagenden UN-Abrüstungskonferenz
fordert Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher ein weltweites
Verbot chemischer Waffen.
- 8.2. Der sowjetische Staats- und Parteichef Michail
Gorbatschow kündigt den Abzug der sowjetischer Truppen aus
Afghanistan an. Die Sowjetunion hatte 1979 in Afghanistan militärisch
interveniert.
Eine von der österreichischen Regierung eingesetzte Historikerkommission
übergibt in Wien ihren Abschlussbericht über das Verhalten
des umstrittenen österreichischen Bundespräsidenten Kurt Waldheim
(geb. 1918) während des Zweiten Weltkriegs.
Die Kommission spricht Waldheim vom Verdacht frei, direkt an Kriegsverbrechen
beteiligt gewesen zu sein, stellt aber fest, dass er als Offizier der
deutschen Wehrmacht auf dem Balkan "Mitwisser" von "Unrechtshandlungen"
gewesen sei.
- 11.2. Der Regierende Bürgermeister von West-Berlin, Eberhard
Diepgen (geb. 1941), trifft den Staats- und Parteichef der DDR, Erich
Honecker, zu Gesprächen in Ost-Berlin. Es werden Verbesserungen
im innerdeutschen Reise- und Besuchsverkehr angekündigt.
- 13.2. Die Regierungschefs der zwölf EG-Staaten einigen
sich auf eine Reform der Agrarpolitik. Unter anderem wird zur Eindämmung
der Überproduktion eine staatlich unterstützte Höchstmenge
für bestimmte Produkte
festgelegt. Flächenstillegungen sollen durch Prämien unterstützt
werden.
- 13.-28.2. Die XV. Olympischen Winterspiele finden in Calgary/Kanada
statt.
- 15.-19.2. Die Konferenz der Umweltminister der sieben Ostsee-Anrainerstaaten
in Helsinki verabschiedet die "Deklaration über den Schutz
der Meeresumwelt".
- 19.2. In Vilnius (Wilna), der Hauptstadt der Sowjetrepublik
Litauen, demonstrieren rund 100.000 Menschen für politische Reformen
und die Unabhängigkeit ihres Landes von der Sowjetunion.
- 23.2. Rund 80.000 Menschen beteiligen sich an einer von der
IG-Metall organisierten Menschenkette durch das Ruhrgebiet, mit der
sie gegen die geplante Schließung des Krupp-Stahlwerks in Duisburg-Rheinhausen
protestieren.
- 24.2. In Bonn findet eine Ruhrgebietskonferenz mit Vertretern
des Bundes, der Landesregierung und des Landtags von Nordrhein-Westfalen
sowie Vorsitzenden von Gewerkschafts- und Wirtschaftsverbänden
statt. Es wird ein Milliardenprogramm für den Strukturwandel im
von der Stahl-
und Kohlekrise betroffenen Ruhrgebiet beschlossen.
In Tallinn (Reval), der Hauptstadt der Sowjetrepublik Estland, demonstrieren
trotz Verbots rund 3.000 Menschen für eine Loslösung des Landes
von der UdSSR.
- 25.2. Die Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in der
DDR beginnt mit dem Abzug von Mittelstreckenraketen.
- März
- 1.3. Einwohner von West-Berlin können künftig bei
Tagesreisen nach Ost-Berlin dort einmal übernachten.
In Nordrhein-Westfalen wird ein Modellversuch mit der Ersatzdroge Methadon
als Entzugshilfe für Heroinabhängige gestartet.
- 3.3. Erstmals nach zehn Jahren kommt es zu einem Spitzentreffen
von Vertretern der Regierung und der Evangelischen Kirche
in der DDR.
- 9.3. Der frühere Bundeskanzler Kurt
Georg Kiesinger stirbt in Tübingen im Alter von 83 Jahren.
- 10.3. Bundesaußenminister Genscher eröffnet in der
ungarischen Hauptstadt Budapest ein deutsches Kulturzentrum. Es ist
die zweite derartige Einrichtung in einem Ostblockland.
- 20.3. In Simferopol auf der Halbinsel Krim demonstrieren rund
2.000 Krimtataren unbehelligt von der Polizei für die Rückkehr
ihrer Volksgruppe auf die Krim. Sie waren 1944 auf Befehl Stalins
aus ihrer angestammten Heimat deportiert worden.
Heinz Galinski
wird in Frankfurt/Main zum neuen Vorsitzenden des Zentralrates
der Juden in Deutschland gewählt.
- 23.3. Der sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow
setzt sich auf einem Kongress von Kolchosbauern in Moskau für mehr
Privatinitiative in der Landwirtschaft ein. Er regt unter anderem eine
begrenzte Gewinnbeteiligung der Bauern an.
- 24.3. In Washington beginnt der aufsehenerregende Prozess gegen
den früheren Vorsitzenden des Nationalen Sicherheitsrates der USA,
Admiral John M. Poindexter (geb. 1936), und seinen Mitarbeiter Oberst
Oliver North (geb. 1943) wegen der sogenannten Iran-Contra-Affäre.
In dem Prozess geht es um illegale Waffenlieferungen an den Iran und
die rechtswidrige Finanzierung der antisandinistischen Rebellen in Nicaragua.
- 25.3. Auf einer Bundesversammlung in Ludwigsburg beschließen
die Grünen
die Gründung einer parteinahen Stiftung. Unter dem Dach des Stiftungsverbandes
Regenbogen werden unter anderem die Heinrich-Böll-Stiftung und
die feministische Frauen-An-Stiftung zusammengefasst.
- 26.3. Andauernder heftiger Regen und die Schneeschmelze führen
in der Bundesrepublik zu einer Hochwasserkatastrophe.
- 31.3. West-Berlin und die DDR vereinbaren den bisher umfangreichsten
Gebietsaustausch. Von der Vereinbarung ist unter anderem das sogenannte
Lenné-Dreieck betroffen, ein rund 4 ha großes Grundstück
in Berlin-Mitte, das auf der westlichen Seite der Mauer liegt, obwohl
es bislang zu Ost-Berlin gehörte.
- April
- 6.4. Nach rund sechmonatiger Dauer endet in Dresden die 10.
Kunstausstellung der DDR. Rund 1,1 Millionen Zuschauer verschafften
sich einen Überblick über den gegenwärtigen Stand der
Bildenden Kunst in der DDR. Westliche Kritiker bewerten die Exponante
als nicht mehr allein durch die Doktrin des "sozialistischen Realismus"
beeinflusst.
- 8.4. Die USA verlegen 800 Marinesoldaten nach Panama, wo sie
die US-amerikanische Militärpräsenz in der Kanalzone verstärken
sollen. In den vergangenen Monaten haben sich die Spannungen zwischen
den Vereinigten Staaten und Panama verschärft.
- 12.4. In den USA wird eine gentechnisch manipulierte Maus patentiert.
Die Gentechnik
greift damit erstmals verändernd in die Erbanlage eines höheren
Lebewesens ein.
- 14.4. Nach fast sechsjährigen Verhandlungen unterzeichnen
die Außenminister der USA, der Sowjetunion, Pakistans und Afghanistans
in Genf das Abkommen zur Lösung des Afghanistan-Konflikts. Es sieht
den vollständigen Abzug der sowjetischen Soldaten und die Rückkehr
der rund fünf Millionen Flüchtlinge in ihre Heimat vor.
- 18.4. Auf das jüdische Gemeindezentrum in Frankfurt/Main
wird ein Sprengstoffanschalg verübt, der großen Sachschaden
verursacht. Vertreter der jüdischen Gemeinde kritisieren die Frankfurter
Behörden wegen des ihrer Meinung nach unzureichenden Polizeischutzes
für jüdische Einrichtungen in der Stadt.
- 26.4. Die Belegschaft des Stahlwerks Nova Huta bei Kraka/Polen
tritt in den Ausstand. Die Arbeiter des größten polnischen
Stahlwerks fordern unter anderem eine Lohnerhöhung und die Wiedereinstellung
von Kollegen, die wegen Mitarbeit in der verbotenen Gewerkschaft "Solidarnosc"
entlassen wurden.
- Mai
- 1.5. Der Hochgeschwindigkeitszug der Deutschen Bundesbahn,
der "InterCity Express" (ICE), stellt auf der Strecke Fulda-Würzburg
mit einer Spitzengeschwindigkeit von 406,9 km/h einen Weltrekord für
Schienenfahrzeuge auf.
Im Anschluss an ein Straßenfest im Bezirk Kreuzberg kommt es in
West-Berlin zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen
der linksautonomen Szene und der Polizei, in deren Verlauf über
100 Personen, darunter 53 Polizeibeamte, zum Teil schwer verletzt werden.
- 2.5. In Frankfurt/Main wird die Ökobank, ein genossenschaftlich
organisiertes Kreditinstitut, das vor allem die finanzielle Förderung
von umweltorientierten Projekten betreiben will, eröffnet.
- 3.5. Mi einem 1:0-Sieg über Eintracht Frankfurt sichert
sich der SV Werder Bremen bereits drei Spieltage vor Abschluß
der Fußball-Bundesligasaison die deutsche Meisterschaft.
- 5.5. Der SED-Politiker
Günter Schabowski
unterzeichnet im Rahmen eines offiziellen Besuchs in der chinesischen
Hauptstadt einen Partnerschaftsvertrag zwischen Peking und Ost-Berlin.
- 8.5. François Mitterrand wird für eine zweite Amtszeit
von sieben Jahren zum französischen Staatspräsidenten gewählt.
- 11.5. Die Bundesregierung beschließt eine Reform der
Deutschen Bundespost, wonach die Post in drei autonome Bereiche aufgegliedert
wird: Den traditionellen Postdienst (Briefe und Pakete), die Postbank
und die Telekom (Telefon- und Fernmeldebereich). Gleichzeitig gibt die
Post ihr bisheriges Monopol bei der Telekommunikation auf.
- 12.5. Elitetruppen der indischen Armee stürmen den Goldenen
Tempel in Amritsar/Indien, in dem sich Hunderte von extremistischen
Sikhs verschanzt haben, und vertreiben die Besetzer nach dreitägigen
blutigen Gefechten. Der Tempel, das Hauptheiligtum der Sikhs, wird schwer
beschädigt.
- 15.5. Die Sowjetunion leitet den Rückzug ihrer Soldaten
aus Afghanistan ein.
- 19.5. Der FDP-Vorsitzende und Bundeswirtschaftsminister Martin
Bangemann (geb. 1934) kündigt seine Kandidatur für das Amt
des Präsidenten der EG-Kommission an.
- 17.5. Der Vorsitzende des Zentralrates
der Juden in Deutschland, Heinz
Galinski, bestätigt Zeitungsberichte, nach denen sein Vorgänger
Werner Nachmann (1925-1988) Wiedergutmachungsgelder
der Bundesregierung in Höhe von 33 Millionen D-Mark veruntreut
haben soll.
- 23.5. Auf einem Sonderparteitag der ungarischen KP beschließt
das Zentralkomitee (ZK) tiefgreifende Veränderungen in der Führungsspitze.
Die Parteispitze soll mit Reformpolitikern besetzt und die Aufgabentrennung
von Staat und Partei verstärkt werden.
- 25.5. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) entscheidet sich
trotz heftiger Proteste, die Rechte zur Übertragung von Bundesligaspielen
im Fernsehen für die nächsten drei Jahre erstmals an einen
privaten Anbieter, den Medienkonzern Bertelsmann, Teilhaber des Privatsenders
"RTL plus", zu verkaufen. Nach Verhandlungen mit dem DFB und
Bertelsmann können sich ARD und ZDF Teilübertragungsrechte
sichern.
In West-Berlin wird ein internationaler Schriftstellerkongress unter
dem Motto "Ein Traum von Europa" eröffnet. Die Autoren
stellen Konzepte zur gegenseitigen Annäherung der europäischen
Nationen vor.
- 26.5. Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann (geb. 1925)
(CSU) legt den Verfassungsschutzbericht vor. Darin wird unter anderem
festgestellt, dass rechtsextreme Organisationen in der Bundesrepublik
einen erheblichen Mitgliederzuwachs haben.
- 27.5. In München wird erstmals ein "Internationales
Festival für neues Musiktheater" veranstaltet, die "Münchner
Biennale". Jungen Komponisten wird vier Wochen lang ein breites
Forum für ihre Opernarbeiten geboten, die von der Stadt München
in Auftrag gegeben wurden.
- 29.5.-2.6. In Moskau findet das vierte Gipfeltreffen zwischen
Ronald Reagan und
Michail Gorbatschow
statt. Höhepunkt der Konferenz ist der Austausch der Ratifizierungsurkunden
zum INF-Vertrag (Intermediate Nuclear Forces) am 1. Juni. Er verpflichtet
die Vertragsparteien zum vollständigen Abbau aller atomaren Mittelstreckenraketen.
In einem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Zentralrates der Juden
in Deutschland, Heinz Galinski, erklärt Erich Honecker die grundsätzliche
Bereitschaft der DDR, Entschädigungen für die am jüdischen
Volk begangenen Verbrechen zu leisten.
- Juni
- 10.6. Der Bundestag
debattiert über die Belastung der Nord- und Ostsee infolge der
Einleitung von Schadstoffen aus Industrie, Landwirtschaft und Privathaushalten.
- 11.6. Im Londoner Wembley-Stadion wird zu Ehren des seit über
20 Jahren inhaftierten südafrikanischen Schwarzenführers Nelson
Mandela (geb. 1918) ein Rock-Konzert veranstaltet, an dem zahlreiche
Stars teilnehmen.
- 12.6. Die Musical-Show "Starlight-Express" des britischen Komponisten
und Produzenten Andrew Lloyd Webber (geb. 1948) feiert in Bochum Premiere.
Die Besucherzahlen des Stücks brechen alle Rekorde.
- 13.6. In Stuttgart kündigt der Daimler-Benz-Konzern die
Zahlung von insgesamt 20 Millionen D-Mark als Entschädigung für
Personen an, die während des NS-Regimes
als Zwangsarbeiter
in den Daimler-Benz-Werken arbeiten mussten.
- 17.6. Auf einem "Perspektiv-Kongress" der Grünen
in Bad Godesberg richtet die Vorstandssprecherin Jutta Ditfurth (geb.
1951), Vertreterin des radikal-ökologischen Flügels der Partei,
scharfe Angriffe gegen die "Realos". Deren kompromissbereite
Haltung führe zu einem Profilverlust der Grünen. Gemäßigte
Delegierte warnen vor einer Spaltung der Partei.
- 19.6. Der Pop-Superstar Michael Jackson (geb. 1958) gibt vor
dem Reichstagsgebäude in West-Berlin ein Konzert. Im Ostteil der
Stadt versammeln sich einige Jugendliche in der Nähe der Mauer,
um akustisch an dem Spektakel teilzunehmen. Dabei kommt es zu Auseinandersetzungen
mit der Volkspolizei.
- 19.-21.6. Der 14. Weltwirtschaftsgipfel
findet in Toronto/Canada statt.
- 23.6. Bei der Verabschiedung des Steuerreformgesetzes durch
den Bundestag kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen um die Befreiung
des Flugbenzins für Privatflieger von der Mineralölsteuer.
- 25.6. Vertreter der Europäischen Gemeinschaft und des
Rates
für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) unterzeichnen eine
gemeinsame Erklärung zur Aufnahme offizieller Beziehungen.
- 27./28.6. Auf dem EG-Gipfeltreffen in Hannover beschließen
die Staats- und Regierungschefs die Einsetzung einer Expertengruppe,
die sich um konkrete Schritte in Richtung auf eine Wirtschafts-
und Währungsunion bemühen soll.
- 29.6. Führende sowjetische Politiker und Wirtschaftsfachleute
fordern auf einer von Parteichef Michail Gorbatschow geleiteten Pressekonferenz
in Moskau tiefgreifende Reformen in Politik und Wirtschaft, ohne die
der Demokratisierungsprozess in der UdSSR nicht vorangebracht werden
könne. Ausländische Beobachter sind über die Radikalität
einzelner Forderungen erstaunt.
- 30.6. Der traditionalistische Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991)
weiht in Econe/Schweiz trotz päpstlichen Verbots vier Bischöfe.
Für den Papst bedeutet dies einen endgültigen Bruch mit der
katholischen Kirche in Rom. Lefebvre wird exkommuniziert.
- Juli
- 1.7. Der bisherige (bis 18. Mai) Bundesverteidigungsminister
Manfred Wörner (1934-1994) übernimmt das Amt des Generalsekretärs
der NATO.
Sein Nachfolger im Bundesverteidigungsministerium ist der bisherige
Berliner Senator für Bundesangelegenheiten Rupert Scholz (geb.
1937).
- 2.7. Steffi Graf
besiegt in Wimbledon/England die achtmalige Wimbledonsiegerin Martina
Navratilova (geb. 1960) und gewinnt das Tennisturnier.
- 3.7. Am Rande des irakisch-iranischen Kriegsgebietes und zur
Sicherung der Tankerroute stationiert, schießt die US-Fregatte
"Vincennes" über der Straße von Hormus am Persischen
Golf einen iranischen Airbus ab; alle 290 Insassen kommen dabei ums
Leben. Die Besatzung der "Vincennes" gibt an, sie habe den Airbus für
einen angreifenden F-14 Jagdbomber gehalten.
Die Allunionstagung der KPdSU, die erste Parteikonferenz dieser Art
seit 47 Jahren, billigt Vorschläge zu einer grundlegenden Reform
der politischen Institutionen.
Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace ist die Ostsee
im Bereich der Danzinger Bucht durch die jahrzehntelange Einleitung
von Industriemüll ökologisch tot. Die polnische Regierung
verhängt für das gesamte Gebiet ein Badeverbot.
- 7.7. Mit einer Serie von Explosionen auf der Ölbohrplattform
Piper Alpha, die 167 Menschen das Leben kostet, ereignet sich das bisher
schwerste Unglück auf einer Ölplattform in der Nordsee.
Das britische Auktionshaus Sotheby's veranstaltet in der sowjetischen
Hauptstadt Moskau die erste internationale Versteigerung russischer
Kunst.
In Prag endet die dreitägige 44. Jahrestagung des Rats für
gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW). Die Regierungschefs diskutieren
über die vom sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow
geforderten Reformen der sozialistischen Wirtschaftsgemeinschaft. Mit
Ausnahme der DDR und Rumäniens begrüßen die Teilnehmer
Gorbatschows Vorschlag, eine stärkere Zusammenarbeit mit der Europäischen
Gemeinschaft (EG) anzustreben.
- 15.7. In Köln wird die Bauhaus-Ausstellung
eröffnet. Gezeigt werden bis zum 4. September Exponate aus den
Bereichen Architektur, Kunst und Design.
- 18.7. Der Oberste Sowjet der UdSSR beschließt den Verbleib
der Enklave Berg-Karabach bei der Sowjetrepublik Aserbeidschan mit der
Auflage, die Umsetzung der Autonomierechte der armenischen Region verstärkt
zu beachten. Als nach dem Beschluss die Nationalitätenkonflikte
in Aserbeidschan und Armenien fortdauern, setzt die sowjetische Regierung
am 24. November Militär ein.
Der Iran akzeptiert eine Resolution des UNO-Sicherheitsrates von 1987,
die den Rückzug der eigenen Truppen in die international anerkannten
Grenzen vorsieht.
- 26.7. In Potsdam treffen 40 Beobachter aus 20 KSZE-Staaten
(Konferenz
über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) ein, um Truppenübungen
von sowjetischen Streitkräften und der Nationalen
Volksarmee (NVA) zu beobachten.
- August
- 1.8. Die polnische Regierung genehmigt die Wiederaufnahme der
Arbeit polnischer Schriftsteller im internationalen Autorenverband PEN.
Der Sektion waren vor sieben Jahren im Rahmen des Kriegsrechts internationale
Kontakte verboten worden.
- 3.8. Der Oberste Sowjet begnadigt den Sportflieger Mathias
Rust (geb. 1968) und weist ihn aus der Sowjetunion aus. Rust war 1987
mit einer Cessna 172 auf dem Roten Platz in Moskau gelandet. Der Oberste
Gerichtshof der UdSSR hatte ihn zu vier Jahren allgemeinem Arbeitslager
verurteilt.
- 8.8. Der seit 1975 andauernde Bürgerkrieg in Angola wird
in einem Waffenstillstandsvertrag zwischen Angola, Südafrika und
Kuba für beendet erklärt.
- 10.8. Mit der Beschlagnahme von 29.000 Kälbern bei Großmästern
in Nordrhein-Westfalen wird der bisher größte Hormonskandal
bei der Fleischproduktion in der Bundesrepublik bekannt.
- 15.8. Die DDR nimmt diplomatische Beziehungen mit der Europäischen
Gemeinschaft (EG) auf.
- 16.-18.8. In Gladbeck überfallen zwei Gangster eine Bank,
erbeuten 420.000 D-Mark und fliehen mit zwei Geiseln nach Bremen. Dort
kapern sie einen voll besetzten Linienbus und erschießen auf einer
Raststelle einen 15jährigen Insassen. Bei der Verfolgungsjagd in
Bremen stirbt ein Polizist. Am 18. September überrascht die Polizei
die Verbrecher, die zu diesem Zeitpunkt noch zwei Geiseln in ihrem Gewahrsam
haben, auf der Autobahn bei Siegburg und beendet die Geiselnahme in
einer blutigen Schießerei, bei der eine 18jährige Geisel
ums Leben kommt. In der Folgezeit wird vor allem das Verhalten der Journalisten
kritisiert, die das Geiseldrama als Medienspektakel nutzten: Unter anderem
wurde ein Interview mit den Tätern im Fernsehen live ausgestrahlt.
- 20.8. Im seit acht Jahren andauernden Ersten Golfkrieg zwischen
Irak und Iran tritt ein Waffenstillstand in Kraft. Der Iran stimmt wegen
seiner militärischen Unterlegenheit, einer schweren Wirtschaftskrise
und der zunehmenden politischen Isolierung zu. Der während des
Krieges von Golf-Anrainerstaaten und westlichen Industriestaaten unterstützte
Irak geht aus dem Konflikt gestärkt hervor.
- 27.8. Die chilenische Militärregierung unter General Augusto
Pinochet Ugarte (geb. 1915) erklärt den 1973 verhängten Ausnahmezustand
für beendet.
- 28.8. Bei einer Flugschau auf dem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt
Ramstein in der Pfalz kommen durch den Absturz dreier Flugzeuge einer
italienischen Kunstflugstaffel 70 Menschen ums Leben. Mehr als 300 Zuschauer
werden verletzt. Das Unglück löst eine heftige politische
Diskussion über die Durchführung derartiger Veranstaltungen
aus.
- 30.8.-2.9. Auf ihrem Parteitag in Münster nimmt die SPD
mit einer überraschenden Mehrheit von 87 Prozent die zuvor heftig
umstrittene Frauenquote an. Bis 1994 sollen etappenweise 40 Prozent
aller Mandate und Ämter an Frauen vergeben werden.
- September
- 1.9. Nach der Abrüstungsvereinbarung der USA mit der Sowjetunion
werden die ersten der in der Bundesrepublik stationierten Pershing II-Raketen
abgezogen.
In West-Berlin werden die 38. Berliner Festwochen eröffnet. An
der unter dem Motto "Berlin - Kulturstadt Europas 1988" stehenden
Veranstaltungsreihe nehmen erstmals auch Künstler aus der DDR teil.
- 8.9. In Memmingen/Allgäu beginnt der Prozess gegen einen
Arzt, dem illegale Abtreibungen zur Last gelegt werden. Das bis Mai
1989 dauernde Verfahren löst in der Öffentlichkeit heftige
Diskussionen aus.
- 13.9. Der Hoechst-Manager Rudolf Cordes, der im Januar 1987
im Libanon entführt worden ist, wird nach 605tägiger Geiselhaft
in Beirut freigelassen.
- 17.9.-2.10. Die Olympischen Sommerspiele finden in Seoul statt.
Ein Skandal überschattet die Veranstaltung: Der kanadische Sprinter
Ben Johnson (geb. 1961) muss seine Goldmedaille wegen nachweislichen
Dopings zurückgeben.
- 20.9. Die Rote
Armee Fraktion (RAF) verübt auf den Staatssekretär im
Bundesfinanzministerium, Hans Tietmeyer (geb. 1931), einen Terroranschlag.
Obwohl der ungepanzerte Wagen mit einer Schrotflinte beschossen wird,
können Tietmeyer und sein Fahrer unverletzt entkommen.
- 25.9. In Essen wird das Aalto-Theater, nach einem Entwurf des
finnischen Architekten Alvar Aalto (1898-1976), mit einer Aufführung
von Richard Wagners (1813-1883) Oper "Die Meistersinger von Nürnberg",
eröffnet.
- 27.-29.9. Der Staats- und Parteichef der DDR, Erich Honecker,
erklärt nach Gesprächen mit dem sowjetischen Parteichef Michail
Gorbatschow in Moskau die "Unterstützung für den Kurs
der Erneuerung der sowjetischen Gesellschaft".
- Oktober
- 1.10. Der Generalsekretär der KPdSU, Michail Gorbatschow,
wird zum Vorsitzenden des Obersten Sowjet und damit zum sowjetischen
Staatsoberhaupt gewählt. Als Staats- und Parteichef kann Gorbatschow
seine innenpolitische Machtposition ausbauen und durch Umbesetzungen
in der Parteispitze die personelle Basis seiner Reformpolitik festigen.
- 3.10. Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident
Franz-Josef Strauß
stirbt an einem Herz-Kreislauf-Versagen. Der bisherige Finanzminister
Max Streibl (1932-1998) wird neuer bayerischer Ministerpräsident,
Theo Waigel (geb. 1939) übernimmt den Parteivorsitz.
- 4.10. Die 40. Internationale Buchmesse mit dem Themenschwerpunkt
Italien eröffnet in Frankfurt/Main.
Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält in diesem Jahr
der Schriftsteller Siegfried
Lenz.
- 8.10. Die F.D.P. wählt den früheren Bundeswirtschaftsminister
Otto Graf Lambsdorff
auf ihrem Parteitag in Wiesbaden zum neuen Bundesvorsitzenden. Die bei
der Abstimmung unterlegene Staatsministerin im Auswärtigen Amt,
Irmgard Adam-Schwaetzer (geb. 1942), wird seine Stellvertreterin.
- 16.-18.10. Der Vorsitzende des Jüdischen Weltkongresses,
Edgar Bronfman (geb. 1929), besucht die DDR. Er gibt bekannt, dass sich
die DDR zu einer "symbolischen Entschädigungszahlung"
für die noch lebenden Opfer des NS-Regimes bereiterklärt hat.
- 28./29.10. Die Außenminister der Warschauer-Pakt-Staaten
schlagen auf einer Tagung in Budapest weitere Abrüstungsmaßnahmen
vor.
- November
- 1.11. Bundeskanzler Helmut Kohl und der französische Staatspräsident
François Mitterrand werden für ihre Verdienste um die europäische
Einigung mit dem Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet.
- 8.11. Der Kandidat der Republikaner, Georg Bush (geb. 1924),
wird zum 41. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt.
Die Amtseinführung erfolgt am 20. Januar 1989.
- 9./10.11. Kanzleramtsminister Wolfgang
Schäuble trifft sich zu Gesprächen über deutsch-deutsche
Beziehungen mit Erich Honecker und dem Außenminister der DDR,
Oskar Fischer (geb. 1923), in Ost-Berlin.
- 11.11. Bundestagspräsident Philipp Jenninger (geb. 1932)
(CDU) tritt aufgrund der Kritik an seiner Rede bei der Gedenkstunde
des Bundestags am 10. November zum 50. Jahrestag der Reichspogromnacht
zurück. Die Rede hatte nach weitverbreitetem Urteil nicht das "nötige
Maß an Betroffenheit" erkennen lassen und die zahlreichen
Zitate aus der NS-Zeit hatten zu Missverständnissen geführt.
Die bisherige Familienministerin Rita
Süssmuth wird am 25.11. zur neuen Bundestagspräsidentin
gewählt.
- 15.11. Der Palästinensische Nationalrat proklamiert einen
unabhängigen Staat Palästina auf dem Gebiet des Westjordanlandes
und des Gazastreifens mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.
- 20.-24.11. Erstmals besucht eine offizielle Delegation des
Europäischen Parlaments die Volkskammer der DDR.
- 25.11. Der Bundestag verabschiedet die umstrittene Gesundheitsreform,
die den gesetzlichen Krankenversicherungen jährlich Einsparungen
von 14 Milliarden D-Mark bringen soll.
- 26.11. Der Europäische Filmpreis, in Anlehnung an den
US-amerikanischen "Oskar" "Felix" genannt, wird erstmals
in Berlin vergeben. Als bester Film wird Krzysztof Kieslowskis (1941-1996)
"Kurzer Film über das Töten" ausgezeichnet. Den
Preis für die beste Regie erhält Wim Wenders (geb. 1945) für
seinen Film "Der Himmel über Berlin".
- 27.11. Anlässlich eines dreitägigen Staatsbesuchs
im Iran führt Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher
in Teheran Gespräche über den Ausbau der wirtschaftlichen
Beziehungen. Er wird von 80 Vertretern der deutschen Industrie begleitet.
- Dezember
- 1.12. Die Wahlsiegerin der pakistanischen Parlamentswahlen,
Benazir Bhutto (geb. 1953), wird zur neuen Ministerpräsidentin
Pakistans ernannt und ist damit die erste Frau an der Spitze eines islamischen
Landes.
- 2.12. Die Bundesdelegierten des Sonderparteitags der Grünen
in Karlsruhe entziehen dem Parteivorstand wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten
das Vertrauen.
DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker bekräftigt in Ost-Berlin
auf einer Tagung des Zentralkomitees der SED die Ablehnung der sowjetischen
Reformpolitik von Michail Gorbatschow.
- 7.12. Ein verheerendes Erdbeben in Armenien fordert etwa 60.000
Todesopfer. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg nimmt die Sowjetunion
umfangreiche Hilfe von etwa 40 Ländern an.
In einer Rede vor der UNO-Generalversammlung in New York kündigt
der sowjetische Staats- und Parteichef Gorbatschow einseitige Abrüstungsschritte
seines Landes an.
- 8.12. Bei dem Absturz eines amerikanischen Kampfflugzeuges
in der Innenstadt von Remscheid werden fünf Menschen getötet
und etwa 50 verletzt. Daraufhin fordern Politiker aller Parteien die
Reduzierung von Tiefflügen im Luftraum der Bundesrepublik.
- 10.12. Den Friedenstruppen der Vereinten Nationen wird der
Friedensnobelpreis
verliehen. Mit dem Nobelpreis
für Chemie werden die Deutschen Johann Deisenhofer (geb. 1943),
Robert Huber (geb. 1937) und Hartmut Michel (geb. 1948) für ihre
Arbeiten über die Photosynthese ausgezeichnet.
- 13.12. Der Chef der Palästinensischen Befreiungsfront
(PLO), Jassir Arafat (1929-2004), erkennt in einer Rede vor der UN-Generalversammlung
in New York erstmals ausdrücklich die Existenz des Staates Israel
an.
- 18.12. Zum ersten Mal in der 88jährigen Geschichte des
Davis-Cup gewinnt eine deutsche Mannschaft die höchste Team-Trophäe
im Tennis.
- 21.12. Auf dem Flug von London nach New York stürzt über
Lockerbie, im Südwesten Schottlands, ein "Jumbo"-Großraumflugzeug
der amerikanischen Fluggesellschaft Pan Am ab, 281 Menschen kommen dabei
ums Leben. Als Unglücksursache wird eine Bombenexplosion festgestellt.
- Außerdem
- Salman Rushdie (geb. 1947): Die satanischen Verse (Roman)
Martin Walser: Die
Jagd (Roman)
Im Frühjahr beginnt ein vor der schwedischen Westküste sich
rasch ausbreitender giftiger Algenteppich das Leben in Nord- und Ostsee
zu bedrohen: Zahllose Seehunde und Robben sowie Tausende Tonnen Fisch
und Schalentiere sterben.
(iz)
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