1955-63 |
Staatsmann Adenauer: Adenauer - ein Name, eine Ära |
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Von 1949 bis 1963 prägt Bundeskanzler Adenauer die westdeutsche Nachkriegspolitik. In dieser Zeit fallen wichtige politische Grundentscheidungen: Die Integration der Bundesrepublik Deutschland in die westliche Welt, die Aussöhnung mit Frankreich und das Wiedergutmachungsabkommen mit Israel bleiben mit dem Namen Adenauer verbunden. Doch unumstritten ist der Kanzler nie. Von Kritikern wird die Bonner Republik häufig auch als "Kanzlerdemokratie" bezeichnet. Konrad Adenauer wird am 5.
Januar 1876 in Köln geboren. Nach Abschluss eines Jurastudiums macht
er schon bald Karriere in der Kölner Stadtverwaltung: Von 1917 bis
1933 ist er Oberbürgermeister von Köln. Von den Nationalsozialisten 1933 aus dem Amt entfernt, zieht er sich ins Privatleben nach Rhöndorf
bei Bonn zurück. Durch seine Persönlichkeit und den Erfolg der von ihm verfolgten Politik wird Adenauer bald populär. Dreimal, 1953, 1957 und 1961, gewinnen CDU/CSU mit ihm als Spitzenkandidaten die Bundestagswahlen. Bei der Wahl von 1957 erhalten die Unionsparteien sogar die absolute Mehrheit. Erst durch starken Druck des Koalitionspartners FDP und aus den eigenen Reihen wird Adenauer veranlasst, am 15. Oktober 1963 zurückzutreten. Er stirbt im April 1967 in Rhöndorf. (ag) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |