1949-55 |
Kulturelles Leben: Presse |
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Nach Aufhebung der Lizenzpflicht
1949 wird das Angebot in den Zeitungskiosken und Buchläden der Bundesrepublik
immer größer, breiter und bunter. Tages- und Wochenzeitungen,
Magazine, Illustrierte und Comics
fesseln Millionen. Bei den Wochenzeitungen kann sich die liberale "Die Zeit" trotz schwankender Auflagenzahlen dauerhaft behaupten. Als Nachrichtenmagazin nach angelsächsischem Vorbild etabliert sich der von Rudolf Augstein herausgegebene "Spiegel". Einen unaufhaltsamen Aufstieg zur größten deutschen Tageszeitung kann die 1952 von Axel Springer gegründete "Bild Zeitung" verzeichnen. Illustrierte wie "Stern", "Quick" oder "Kristall" erzielen Woche für Woche riesige Auflagen. Die
"Regenbogenpresse" lockt mit bilderreichen Trivialmärchen des Erfolgs und Wohlstands. Zielgruppe
vieler Illustrierten sind Frauen: Kleidung, Küche und Klatschgeschichten bestimmen ihre Themen.
In der DDR sind die staatlichen Stellen bemüht, das "Gift aus dem Westen" von den Bürgern fernzuhalten. Westlicher "Schmutz und Schund" wird abgelehnt und ist dennoch begehrte Lektüre. Zugleich bedient man sich auch hier der Illustrierten und ihres Erfolgsrezepts. (ahw) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |