1949-55 |
Wiederbewaffnung: Kasernierte Volkspolizei |
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Die Kasernierte Volkspolizei der DDR (KVP) ist der militärischer Vorläufer der Nationalen Volksarmee (NVA). Als Teil der KVP entsteht auch die Volkspolizei-See und die Volkspolizei-Luft. Mit einer großen Werbekampagne wird im Sommer 1952 der Aufbau der KVP eingeleitet. Schon Ende 1952 stehen über 90.000 Freiwillige unter Waffen. Die Einheiten werden in Kasernen zu Großverbänden zusammengefasst. 1956 werden die KVP-Einheiten dann von der neugegründeten NVA übernommen. Die SED beschließt im Rahmen des "Aufbaus des Sozialismus" auch die Aufstellung von Streitkräften. Unter Leitung von Innenminister Stoph wird sogleich mit der Bildung von KVP- Divisionen, Regimentern und Bataillonen begonnen. In der Ausbildung, den Uniformen und der Ausrüstung orientiert sich die KVP ganz am Vorbild der Roten Armee. Die Ausrüstung und die Unterkünfte sind in den Anfangsjahren so schlecht, dass es zu zahlreichen Desertionen kommt. Nach dem Beschluss des Ostblocks zur Gründung des Warschauer Paktes im Dezember 1954 beginnen die Vorbereitungen zur Umwandlung der KVP in eine Kaderarmee. Am 18. Januar 1956 verabschiedet die Volkskammer der DDR das "Gesetz über die Schaffung der Nationalen Volksarmee und des Ministeriums für Nationale Verteidigung". Die KVP geht nun in der NVA auf und wird Ende 1956 aufgelöst. (ag) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |