1949-55

 

Zwei Staaten - zwei Wege: Ausrichtung nach Osten

Plakat: Klassenbrüder-Waffenbrüder, Warschauer Pakt, 1965
Plakat zum Stalinkult in der DDR, 1952
Photo: Präsident Pieck im Gespräch mit dem Vorsitzenden der Sowjetischen Kontrollkommission General

Die Politik der Deutschen Demokratischen Republik wird weitgehend von der UdSSR bestimmt. Durch eine strikte Anlehnung an die Sowjetunion erreicht Walter Ulbricht jedoch die Gleichberechtigung der DDR innerhalb des Ostblocks. Im September 1950 wird sie in den Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) aufgenommen. 1955 gehört sie mit zu den Unterzeichnerstaaten des Warschauer Paktes. Mit dem Beitritt zu diesem Militärbündnis ist die Integration der DDR in den Ostblock abgeschlossen. Die deutsche Teilung vertieft sich.

Doch nicht nur außenpolitisch, auch in der Innenpolitik orientiert sich die DDR ganz am sowjetischen Vorbild. Der überhastet unternommene Versuch zum Aufbau des Sozialismus schlägt aber in eine schwere Krise um. Es kommt am 17. Juni 1953 zum Volksaufstand in der DDR. Nur durch das Eingreifen sowjetischer Truppen wird die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) gerettet. Der Aufstand zeigt deutlich, wie wenig das Regime von der Bevölkerung getragen wird.

Nach der Gründung der DDR im Oktober 1949 wird die SMAD aufgelöst und durch die Sowjetische Kontrollkommission (SKK) ersetzt. An der Abhängigkeit der DDR von der UdSSR ändert sich dadurch aber nichts. Schließlich bleiben umfangreiche sowjetische Streitkräfte in der DDR stationiert. Mit dem Abschluss eines Staatsvertrages mit der UdSSR am 20. September 1955 erhält die DDR ihre volle Souveränität.

(ag) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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