1949-55 |
Zwei Staaten - zwei Wege: Erste Erfolge |
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Bis 1955 bleibt in der Bundesrepublik Deutschland das Besatzungsstatut in Kraft. Die Alliierten Hohen Kommissare haben das letzte Wort in Fragen der Abrüstung und der Entmilitarisierung, der auswärtigen Angelegenheiten, der Kontrolle des Außenhandels und des Devisenverkehrs sowie der Beachtung des Grundgesetzes. Der Bundesregierung gelingt es jedoch überraschend schnell, den Alliierten Konzessionen abzuringen und Bestimmungen des Besatzungsstatutes aufzuheben. Ein erster Erfolg auf diesem Weg ist das Petersberger Abkommen vom 22. November 1949. Nach dem Zweiten Weltkrieg entsteht eine starke Europäische Bewegung. Vor allem die jüngere Generation engagiert sich für die Idee eines geeinten Europa als Grundlage für Frieden und Völkerverständigung. Daher findet der im Mai 1950 verkündete Schuman-Plan begeisterte Zustimmung. Die bald aufgenommenen Verhandlungen über seine Realisierung führen 1951 zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Sie wird zu einem Grundpfeiler für die weitere europäische Integration. Bundeskanzler Adenauer nutzt die Westintegration auch dazu, der Bundesrepublik Deutschland eine international gleichberechtigte Stellung zu verschaffen. Im Bundestag trifft diese Politik auf den erbitterten Widerstand der SPD unter Kurt Schumacher. Die stärkste Oppositionsfraktion strebt vor allem die nationale Wiedervereinigung an und sieht in der Westintegration eine Vertiefung der deutschen Spaltung. (ag) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |