1974-89 |
Weltwirtschaftskrise: Deutschland im Welthandel |
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In den 70er und vor allem den 80er Jahren steigt der westdeutsche Außenhandel trotz zeitweiliger Rezession weiter an. Wichtigste Handelspartner des Exportlandes Bundesrepublik Deutschland sind die Länder der Europäischen Gemeinschaft sowie die westlichen Industrienationen in Übersee. Der Anteil des Handels mit den RGW-Staaten liegt in den 80er Jahren bei rund fünf Prozent des westdeutschen Exportumsatzes. Auch die DDR kann ihren Außenhandel steigern. Aus politischen Gründen bleibt er jedoch vornehmlich auf die im Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) organisierten Länder des Ostblocks beschränkt. Allerdings nimmt der Westhandel seit den 70er Jahren stetig zu, sein Anteil am Gesamtaußenhandel der DDR steigt zwischen 1975 und 1985 von 25,9 auf 29,4 Prozent. Die Entwicklung des Außenhandels
ist für das wirtschaftliche Wachstum der Bundesrepublik von überragender
Bedeutung. Das Exportvolumen wächst zwischen 1977 und 1988 von 273,6
auf 567,8 Milliarden D-Mark an, im selben Zeitraum steigt die Exportquote
von 23,4 auf rund 30 Prozent. Neben den USA und Japan ist die Bundesrepublik
der größte Handelspartner der Welt. Exportiert werden vornehmlich
gewerbliche Fertigerzeugnisse, das heißt Produkte des Fahrzeug- und
Maschinenbaus, der Chemieindustrie und der Elektrotechnik. Die engsten Wirtschaftsbeziehungen
unterhält die DDR zur Sowjetunion; 1981 wickelt sie rund 38 Prozent
ihres Außenhandels mit der UdSSR ab. Während die DDR vor allem
Investionsgüter liefert, deckt die Sowjetunion als Rohstofflieferant
den Importbedarf der DDR mit ca. 90 Prozent bei Baumwolle, Erdöl, Eisenerz,
Buntmetallen und Holz. (ahw) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |