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In Leipzig gestalten oppositionelle Gruppen die seit 1981 bestehenden und 1985 wiederbelebten Friedensgebete, an denen auch Nichtchristen teilnehmen. Im September und Oktober 1989 entwickelt sich aus diesen traditionellen Friedensgebeten und den anschließenden Montagsdemonstrationen ein Aufstand in Leipzig, der zur Initialzündung für die sogenannte Herbstrevolution wird. Die Gewaltlosigkeit als Mittel politischer Auseinandersetzung verbindet alle Beteiligten der Friedensgebete. |
Die Friedensgebete gehören zur
christlichen Kultur des Widerstandes in der DDR und führen Formen der Friedensbewegung
fort. Bereits im Laufe des Frühjahrs 1988 finden sich mehr und mehr Ausreiseantragsteller
zu diesen Gebeten ein, und im März kommt es im Anschluss an die Friedensgebete
zu ersten Demonstrationen von Ausreisewilligen. In der Folge fordert der SED-Staat
die Kirche immer wieder dazu auf, die Gebete zu unterlassen oder sie zu entpolitisieren.



