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Zwischen Bonn und Ost-Berlin laufen im Frühjahr 1990 die Vorbereitungen für eine
Wirtschaftsunion der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland
auf Hochtouren. Die Verfechter einer schnellen Währungsunion wollen die günstige
außenpolitische Konstellation nutzen. Auch angesichts der anhaltenden Ströme von Übersiedlern
sehen sie sich zu raschem Handeln gezwungen. Die Botschaft auf den Spruchbändern der
Demonstranten in der DDR ist eindeutig: "Kommt die D-Mark, bleiben wir, kommt sie nicht, geh'n
wir zu ihr!" Am 18. Mai unterzeichnen die Finanzminister der beiden deutschen Staaten den
Vertrag über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion, den sogenannten
Staatsvertrag.
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