1945-49 |
Ende als Anfang: Trümmerleben und tägliche Not |
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"Stein-Zeit" in Deutschland.
Die Menschen räumen auf. Gigantische Schutt- und Trümmermassen
sind zu beseitigen. Wohnungen müssen instand gesetzt werden. Der Kampf
um das tägliche Überleben erfordert alle Kraft. Monatelang wird der Schutt aus den Städten geschafft, um die Straßen wieder passierbar zu machen und neues Baumaterial zu gewinnen. Unzählige Abbruchziegel müssen mühsam "gepickt", das heißt vom alten Mörtel gereinigt werden, damit sie erneut verbaut werden können. Es fehlt an Werkzeug und Transportmitteln. Holprige Schienen und quietschende Loren gehören zum Alltagsbild der Städte. In langen Schlangen stehen die Menschen in den Trümmern, reichen Steine und Ziegel weiter. Vor allem Frauen helfen bei der Trümmerbeseitigung. Die sogenannten Trümmerfrauen tragen die Hauptlast. Der Verlust der agrarischen Ostgebiete, der ständig wachsende Flüchtlingsstrom, fehlende Arbeitskräfte und veraltete Maschinen führen dazu, dass Deutschland sich nicht mehr aus eigener Kraft ernähren kann und auf Lebensmittellieferungen der Alliierten angewiesen ist. Die sind allerdings knapp bemessen. Hatte der Völkerbund noch 1936 den täglichen Kalorienbedarf eines Menschen auf 3000 Kalorien festgelegt, so liegen nun die Lebensmittelzuteilungen in einigen Landesteilen auf unter 1000 Kalorien. Doch ist der Hunger ungleich verteilt. Auf dem Lande wird kaum gehungert. Die leidende Stadtbevölkerung muss zu den Bauern "hamstern" gehen, um zu überleben.
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