1945-49 |
Hunger nach Kultur: Bildende Kunst |
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Nach Kriegsende sind viele Galerien und Museen zerstört, ihre Sammlungen dezimiert und die
Künstlerorganisationen aufgelöst. Themen und Aufgaben der Kunst stehen vielerorts im Zeichen
der Auseinandersetzung mit dem
Nationalsozialismus
und der Zerstörungskraft des Krieges. In Vorträgen
und Publikationen, vor allem jedoch in zahlreichen Ausstellungen werden einstmals
verfemte Künstler
geehrt, ihr Werk als ein fester Bestandteil des kulturellen Erbes gewürdigt.
Noch vor Kriegsende entstehen die ersten Bilder von den Schrecken des Krieges und der Zerstörung. Wählt Karl Hofer (1878-1955) für die Vergangenheitsbewältigung eine Symbolsprache mit gegenständlichen Darstellungen, so greift Werner Heldt (1904-1954) mit seiner Bildreihe "Berlin am Meer" das Motiv der zerstörten, menschenleeren Stadt auf, deren Ruinen sich in Strand- und Meerlandschaften verwandeln und Gleichnishaft den "Sieg der Natur über das Menschenwerk" skizzieren. Ausstellungen abstrakter Kunst, wie die 1947 in Augsburg veranstaltete
"Extreme Kunst" mit Werken von Max
Ackermann, Willi
Baumeister, Willi Geiger und anderen, stoßen auf wenig Begeisterung
bei den deutschen Besuchern, finden aber international positive Resonanz. (db) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |