1945-49 |
Hunger nach Kultur: Rundfunk |
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Die Besatzungsmächte organisieren den Rundfunk in seinen Grundzügen neu. Der Rundfunk - im "Dritten Reich" als zentrales Sprachrohr der NS-Propaganda missbraucht - soll nun der Meinungsvielfalt dienen: Mehrere Rundfunkanstalten entstehen. Als wichtigstes Informations- und Unterhaltungsmedium senden sie neben Nachrichten, Hörspielen und Musik auch politische Beiträge, um das demokratische Bewusstsein der Deutschen zu fördern. Die Amerikaner übernehmen die drei ehemaligen Reichssender Frankfurt, Stuttgart,
München und favorisieren ein dezentrales Modell. Sie errichten
Landesrundfunkanstalten zur Stärkung der Rolle der Länder.
Die Briten schaffen nach dem Vorbild der British Broadcasting Corporation
(BBC) eine zentrale Anstalt, den Nordwestdeutschen Rundfunk. Er ist die
erste öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Deutschland.
In der französischen Besatzungszone wird mit dem Südwestfunk (SWF)
für die gesamte Besatzungszone ein einheitliches Rundfunkprogramm begründet. (ab) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |