1945-49 |
Politischer Neubeginn: Antifa-Block |
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Am 14. Juli 1945 bilden KPD, SPD, (CDU) und LDPD in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) unter formeller Wahrung ihrer Selbstständigkeit den Antifa-Block (Einheitsfront der antifaschistisch-demokratischen Parteien). Die Basis der gemeinsamen Politik findet in Zielformulierungen wie "Säuberung Deutschlands von den Überresten des Hitlerismus" und "Aufbau des Landes auf antifaschistisch-demokratischer Grundlage" ihre Kompromissformeln. Im Antifa-Block können Beschlüsse nur einstimmig gefasst werden. Dies garantiert, dass Entscheidungen ohne oder gegen die von der Besatzungsmacht favorisierte KPD unmöglich bleiben. Zeitweilig gibt diese Praxis den anderen Parteien aber auch eine Art Vetorecht. Die national-konservative NDPD (National-Demokratische Partei Deutschlands) und die DBD (Demokratische Bauernpartei Deutschlands) werden nach ihrer Gründung im April/Mai 1948 ebenfalls in den Antifa-Block aufgenommen. Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) tritt im August 1948 bei, und die Freie Deutsche Jugend (FDJ) folgt im Juli 1950. Im Juni 1949 erhält der so erweiterte Antifa-Block die Bezeichnung "Demokratischer Block der Parteien und Massenorganisationen". Der Kurs der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) wird zur Richtlinie der Blockparteien. (db) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |