1945-49 |
Politischer Neubeginn: Bildung deutscher Länder 1945-47 |
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Nachdem die Nationalsozialisten das Deutsche Reich in einen zentralistischen Einheitsstaat umgewandelt hatten, setzen die Besatzungsmächte eine föderative Struktur durch. Machtkonzentration und - missbrauch sollen damit verhindert werden. In allen Zonen werden 1945/46 - nicht zuletzt als Folge der Zerschlagung Preußens - durch Verordnungen der Militärregierungen neue Länder geschaffen. In den vier Besatzungszonen entstehen die Länder weitgehend in den Grenzen, wie sie noch heute als Grundelemente der föderativen Ordnung der Bundesrepublik bestehen. Die Einteilung des deutschen Gebiets in Länder erfolgt größtenteils völlig neu. Nur wenige Länder wie Bayern, Sachsen oder die Hansestädte Hamburg und Bremen, sind historische Gebilde. Alle anderen Länder sind demgegenüber Neuschöpfungen. Im Südwesten schließen sich 1952 die Länder Württemberg-Baden, Württemberg-Hohenzollern und Baden zum Land Baden-Württemberg zusammen. Auch in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) erhalten die Länder 1947 demokratische Verfassungen. Die Schlüsselstellungen in den Ministerien sind schon früh durch Kommunisten besetzt. Mehr und mehr fallen alle wichtigen Entscheidungen nach Vorgabe der Besatzungsmacht in der SED-Führung und den in Berlin residierenden Zentralverwaltungen. In der DDR werden die Länder dann 1952 aufgelöst.
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