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Die Demokratisierung Deutschlands war eines der wichtigsten Ziele der Alliierten
auf den großen Kriegskonferenzen - wenn auch ihre Auffassungen von Demokratie sehr unterschiedlich waren.
Das sogenannte Potsdamer
Abkommen vom 2. August 1945 sieht daher die Dezentralisierung der
politischen Struktur und eine lokale Selbstverwaltung nach demokratischen
Grundsätzen vor.
Das politische Leben im Nachkriegsdeutschland entsteht unter strenger Aufsicht der Besatzungsbehörden,
zunächst auf der Ebene der Kommunen, dann auch der Länder.
Um einen demokratischen Aufbau zu gewährleisten, plädieren
die westlichen Besatzungsmächte für eine langsame, stufenweise
Entwicklung von unten nach oben. Dies äußert sich vor allem
bei der Organisation der Verbände und
Parteien.
In der sowjetischen
Besatzungszone wird die Gründung von Parteien und Gewerkschaften
schneller vorangetrieben, die im Gegensatz zu den westlichen Zonen zentral
auf Zonenebene organisiert sind.
Die westlichen Besatzungsmächte hingegen favorisieren zunächst den Wiederaufbau der
Verwaltung und stützen sich dabei auf jene deutschen Politiker, deren Namen
ihnen aus der
Weimarer Republik
bekannt sind oder die ihnen von den als unbelastet geltenden Kirchen empfohlen werden.
Die Bildung deutscher Länder
ist 1946 weitgehend abgeschlossen, so dass 1946/47 die ersten Wahlen
stattfinden können.
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