1945-49 |
Politischer Neubeginn: Die Liberalen |
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Die liberalen Parteigründungen von 1945 vereinigen Strömungen, die vor 1933 in verschiedenen liberalen Parteien organisiert waren. Eine der frühesten Gründungen ist die "Deutsche Demokratische Bewegung", die bereits vor Kriegsende entstanden ist. 1948 schließen sich die Liberalen dann in den drei Westzonen zur Freien Demokratischen Partei (FDP) zusammen. Sie tritt für Privateigentum und freie Wirtschaft ein, fordert die Trennung von Kirche und Staat und stellt die Menschenrechte über den Anspruch des Staates und der Nation. Die Liberaldemokratische Partei Deutschlands (LDPD) in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) gerät zunehmend unter kommunistischen Einfluss. Aus dem wachsenden Ost-West-Gegensatz ziehen die Liberalen im Januar 1948 ihre Konsequenzen. Nach einer gemeinsamen Sitzung trennen sich die westdeutschen von den ostdeutschen Liberalen, die die Volkskongressbewegung der Kommunisten unterstützen. Die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) unter Vorsitz von Wilhelm Külz, geht im Osten in das System der Blockparteien ein. Im Dezember 1948 konstituieren in Heppenheim/Bergstraße 89 Delegierte liberaler Landes- und Zonenverbände eine überregionale Partei, die sie Freie Demokratische Partei (FDP) nennen. Theodor Heuss ist der erste Vorsitzende in den Westzonen. (db) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |