Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)


Wahlplakat der SPD, 1946        Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) knüpft an ihre Tradition als demokratische Arbeiterpartei an. In Hannover beginnt unter der Leitung Dr. Kurt Schumachers der Wiederaufbau der SPD bereits im April 1945. Das "Büro Dr. Schumacher", so der unverfängliche Name dieser illegalen Zentralstelle, wird rasch das Leitungsgremium im Westen. Schumacher ist überzeugt, "dass in Zukunft die Demokratie in Deutschland sozialistisch sein muss oder gar nicht sein wird". Er lehnt den Führungsanspruch des Zentralausschusses der SPD in Berlin ab, die in der sowjetischen Besatzungszone unter Otto Grotewohl gegründet wird.


Um die Klassengesellschaft zu überwinden, setzt die SPD sich nachdrücklich für wirtschaftliche und politische Demokratie ein. Sie befürwortet die Vergesellschaftung von Schlüsselindustrien und die Umgestaltung der Gesellschaft nach Grundsätzen des demokratischen Sozialismus.
Die Zwangsvereinigung von SPD und KPD in der sowjetischen Besatzungszone erfolgt bereits im April 1946 auf Druck der KPD und der SMAD gegen Widerstände innerhalb der SPD.

(db)
       Photo: Arbeitssitzung im "Büro Dr. Schumacher", 1946

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