1945-49 |
Wiederaufbau und Wirtschaft: Sozialistische Zentralplanwirtschaft |
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Schon rasch zeigt sich in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ), dass die sowjetische Besatzungsmacht sich beim Neuaufbau der Wirtschaft an ihrem eigenen Modell orientiert: Die Marktwirtschaft und das Privateigentum an Produktionsmitteln sollen abgeschafft werden. Mit den Produktionsverhältnissen sollen auch die Gesellschaftsstrukturen verändert werden. Die ökonomischen Umwälzungen erfolgen in der sowjetischen Besatzungszone auf Anordnung von oben. Die Boden-
und Industriereform von 1945/46 legt in der sowjetischen Besatzungszone
den Grundstein für den Aufbau einer sozialistischen Zentralplanwirtschaft
nach sowjetischem Muster. Die aufgrund von Befehlen der Sowjetischen
Militäradministration in Deutschland (SMAD) beschlagnahmten Industriebetriebe
werden entweder als Volkseigene Betriebe
(VEB) durch die Landes- und Provinzialverwaltungen übernommen oder
als Sowjetische
Aktiengesellschaften (SAG) direkt von der SMAD kontrolliert. Die Bodenreform
schafft zunächst viele kleinbäuerliche Betriebe, die dann in den
50er Jahren gezwungen werden, sich zu Landwirtschaftlichen
Produktionsgenossenschaften (LPG) zusammenzuschließen. (ag) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |