1945-49

 

Wiederaufbau und Wirtschaft: Versorgung

Druckschrift: Lebensmittelkarte der amerikanischen Besatzungszone, 1947
Plakat: Gegen den Schwarzmarkthandel, 1947
Verpackung: Care-Paket, 1946-1948

Kriegsschäden, fehlende wirtschaftliche Einheit und zerstörte Infrastruktur belasten die Wirtschaft. Der Zusammenbruch des Verkehrsnetzes erschwert noch zusätzlich die Versorgung der Bevölkerung. Alle Anstrengungen der Menschen dienen dem bloßen Überleben. Nahrung, Kleidung und lebensnotwendige Güter fehlen. Notbehelfe - oft ehemaliges Kriegsgerät - sollen das Fehlende ersetzen und helfen, den Alltag zu bewältigen.

Die schon im Krieg bestehende Rationierung wird von den Besatzungsmächten beibehalten. Doch oft können nicht einmal die geringen Tagesrationen ausgegeben werden. Mehrmals müssen die Alliierten die Kaloriensätze senken. Viele Menschen tauschen daher auf dem Schwarzmarkt oder hamstern auf dem Lande Lebensmittel. Die Zerrüttung des Geldwesens fördert außerdem das Vordringen des Tauschhandels, der nach und nach fast alle Bereiche der Wirtschaft erfasst. Nach dem strengen Winter 1946/47 kommt es in Norddeutschland sogar zu Hungerdemonstrationen und Streiks.

In dieser Situation sind die Lebensmittelsendungen aus dem Ausland für die hungernden Deutschen von unschätzbarem Wert. Die Pakete der amerikanischen Hilfsorganisation CARE, die seit dem Sommer 1946 nach Deutschland strömen, werden zum Symbol für die ausländische Unterstützung. Doch auch die Streitkräfte der Besatzungsmächte, die Kirchen und die UNO versuchen zu helfen.

[Kollektives Gedächtnis] Wolfgang Herchner: Frühjahr 1947
[Kollektives Gedächtnis] Lenka Sowa: Arbeitslosigkeit 1949/50

(ag/reh) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

II. WeltkriegNachkriegsjahreGeteiltes DeutschlandHomeLeMOImpressum