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Schriftsteller
1914
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4. Februar: Alfred Hellmuth Andersch wird in München als Sohn eines Offiziers geboren.
- 1932-1933
- Organisationsleiter des kommunistischen Jugendverbandes in Südbayern.
Wegen dieser Arbeit wird Andersch 1933 für sechs Monate im Konzentrationslager
Dachau interniert.
- 1943
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Einzug zum Kriegsdienst.
- 1944
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Andersch läuft an der Arno-Front in Italien zu den Amerikanern über.
- 1946/47
- Zusammen mit Hans Werner
Richter gibt Andersch die literarisch-politische Wochenzeitschrift
"Der Ruf" heraus.
- 1947
- Gründungsmitglied der "Gruppe 47". Dieser Zusammenschluss von
Schriftstellern und Publizisten setzt sich für ein neues, demokratisches
Deutschland ein und bestimmt das Bild der westdeutschen
Literatur bis in die 60er Jahre hinein.
- 1948
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Veröffentlichung des Essays "Deutsche Literatur in der Entscheidung".
- ab 1948
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Leitende Tätigkeit bei Rundfunksendern in Frankfurt und Hamburg.
- 1952
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Veröffentlichung des autobiographischen Romans "Die Kirschen der Freiheit", in dem er über seine
Desertation im Zweiten Weltkrieg berichtet und seine Flucht begründet.
- 1955
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Leitung der literarischen Sendereihe "Ein Buch und eine Meinung" im Süddeutschen Rundfunk.
- 1955-1957
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Herausgeber der literarischen Zweimonatsschrift "Texte und Zeichen".
- 1956-1958
- Leitung der Sendung "Radio-Essay" beim Süddeutschen Rundfunk.
- 1957
- Veröffentlichung des Romans "Sansibar oder der letzte Grund".
Dieser Roman thematisiert das Problem der Verwirklichung individueller
Freiheit: Fünf Menschen sind auf der Flucht vor dem totalitären
System. Das Buch wird in mehrere Sprachen übersetzt.
- 1958
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Andersch zieht in die Schweiz.
- 1960
- Veröffentlichung seiner Hörspiele "Der Tod des James Dean", "Der
Albino", "Von Ratten und Evangelisten" und "In der Nacht der Giraffe"
sowie des Romans "Die Rote".
- 1962
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Veröffentlichung des Reiseberichts "Wanderungen im Norden".
- 1966
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Veröffentlichung des Reiseberichts "Aus einem römischen Winter".
- 1967
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Verleihung des Nelly-Sachs-Preises der Stadt Dortmund.
Der Roman "Efraim" erscheint. Er berichtet von einem aus Deutschland emigrierten jüdischen
Journalisten, der aus seiner Realität ausbrechen möchte und vergeblich versucht, in einem Roman
seine von Selbstzweifeln bedrohte Person als literarische Kunstfigur zu konstituieren.
- 1968
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Verleihung des Charles-Veillon Preises.
- 1970
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Anderschs Fernsehfilm "Die Entwaffnung" wird gesendet.
- 1972
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Veröffentlichung der Prosa "Norden Süden, rechts und links".
- 1975
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Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
- 1980
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21. Februar: Alfred Andersch stirbt in Berzona bei Locarno in der Schweiz.
Veröffentlichung des Essays "Der Vater eines Mörders".
(at/iz)
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