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Politiker
- 1905
- 19. September: Theodor Blank wird in Elz an der Lahn als Sohn einer
kinderreichen katholischen Schreinerfamilie geboren.
Nach der Volksschule und Fachschule erlernt er das Handwerk eines Modelltischlers.
- 1930-1933
- Verbandssekretär des Zentralverbandes christlicher Fabrik- und
Transportarbeiter für das nördliche und nordwestliche Ruhrgebiet.
- 1933
- Nach seiner Entlassung als Verbandssekretär holt er das Abitur
nach.
- 1936-1939
- Zweijähriges Studium der Mathematik und Physik in Münster,
anschließend Studium des Ingenieurwesens in Hannover.
- 1939-1945
- Einberufung zur Wehrmacht.
Kehrt 1945 als Oberleutnant aus der Gefangenschaft
zurück.
- 1945
- Mitbegründer der Christlich
Demokratischen Union (CDU) in Westfalen.
Stadtverordneter in Dortmund.
- 1946
- Mitglied des Landtages und des Zonenbeirats. Gleichzeitig nimmt er
seine Arbeit in der Gewerkschaftsbewegung wieder auf und setzt sich
für den Aufbau einer Einheitsgewerkschaft ein.
- 1947
- Mitglied im Frankfurter Wirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebietes.
- 1948-1950
- 3. Vorsitzender der IG Bergbau. Als Sprecher der Arbeitnehmer im
Frankfurter Wirtschaftsrat setzt er sich entscheidend für die von
Ludwig Erhard vertretene Wirtschaftspolitik
ein.
- 1949-1972
- Mitglied des Bundestages.
- 1950-1955
- "Bundesbeauftragter der Bundesregierung für alle Fragen, die
mit der Verstärkung der alliierten Besatzungstruppen zusammenhängen".
Einrichtung der sogenannten Dienststelle Blank, die sich der Frage der
Wiederbewaffnung
und dem Aufbau einer Bundeswehr widmet.
- 1950
- Vorstand der IG Bergbau.
- 1955
- 6. Juni: Ernennung zum Bundesverteidigungsminister.
- 1956
- Aufnahme in den Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Sein Wehrprogramm bleibt umstritten und so wird er bereits im Oktober
1956 durch seinen Gegenspieler Franz-Josef
Strauß ersetzt.
- 1957
- Blank erarbeitet den Gesetzesentwurf zur Privatisierung des Volkswagenwerkes.
- 1957-1965
- Bundesminister für Arbeit und Soziales.
Während seiner gesamten Amtszeit versucht er, die Sozialreform
mit Hilfe eines sogenannten Sozialpaketes durchzusetzen, von dem allerdings
wenig verwirklicht wird.
In Fragen der Kriegsopferversorgung stößt er immer wieder
auf Widerstand seitens der Kriegsopferverbände. Ebenso umstritten
bei Ärzten und Politikern sind seine Bemühungen um eine Reform
der Krankenversicherung.
Obwohl aufgrund dieser Rückschläge häufig als "Minister
ohne fortune" bezeichnet, werden in seiner Amtszeit die Altersrenten
um insgesamt 70 Prozent erhöht und das 312 - D-Mark-Gesetz zur
Vermögensbildung der Arbeitnehmer beschlossen.
- 1965
- Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
- 1972
- Im April legt er aus gesundheitlichen Gründen sein Abgeordnetenmandat
nieder.
14. Mai: Theodor Blank stirbt in Bonn.
(db/iz)
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