1887-1978

 

André François-Poncet

Photographie François-Poncet

Diplomat

1887
13. Juni: André François-Poncet wird in Provins/Frankreich als Sohn eines Juristen geboren. Studium generale an den Universitäten Paris, München, Heidelberg und Berlin.
1913
Dozent am Pariser Polytechnikum für deutsche Literatur und Geschichte. Veröffentlichung seiner Studie "Was die deutsche Jugend denkt".
ab 1917
Nach einer Verwundung im 1. Weltkrieg wird François-Poncet Mitarbeiter der Presseabteilung der französischen Botschaft in Bern. Anschließend gehört er einer Wirtschaftskommission der Vereinigten Staaten an und amtiert während der Ruhrbesetzung als Leiter der Nachrichtenstelle für die Presse.
1928-1930
Unterstaatssekretär für Schöne Künste in der Regierung Poincaré (1928/29) und Unterstaatssekretär für Volkswirtschaft in der Regierung Tardieu (1930).
1930/31
Stellvertretender französischer Delegierter beim Völkerbund.
1931-1940
Französischer Botschafter in Berlin, ab 1938 in Rom.
1940-1943
Mitglied des französischen Nationalrates.
1943-1945
Deportation und Internierung durch die Deutschen.
1946
Veröffentlichung seiner Erinnerungen "Botschafter in Berlin".
1948
Politischer und diplomatischer Berater des französischen Militärgouverneurs in Deutschland Pierre Koenig.
ab 1949
Alliierter Hoher Kommissar Frankreichs in Deutschland. In dieser Position setzt sich François-Poncet besonders für die deutsch-französische Aussöhnung ein.
1949-1955
Französischer Botschafter in Bonn.
1951-1963
Präsident des Verwaltungsrates der Universitätsstadt von Paris.
ab 1952
Mitglied der Académie Française.
1955
François-Poncet erhält das Großkreuz des deutschen Bundesverdienstordens.
1955-1960
Präsident des französischen Rates der Europäischen Bewegung.
1955-1967
Erst Vizepräsident, dann Präsident des französischen Roten Kreuzes.
1957
Ernennung zum Ehrendoktor der Universität München.
1961-1964
Kanzler des Institut Français.
1977
Auszeichnung als Ehrenbürger der Universität Mainz.
1978
8. Januar: André François-Poncet stirbt in Paris.

(iz/reh) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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