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Politiker und Jurist
- 1901
- 17. November: Walter Hallstein wird in Mainz als Sohn eines Baurats
geboren.
Studium der Rechtswissenschaften in Bonn, München und Berlin.
- 1925
- Promotion zum Dr. jur., mit einer Arbeit über internationales
Privatrecht.
- 1929
- Habilitation und Tätigkeit als Privatdozent in Berlin.
- 1930-1941
- Professor für Privat- und Gesellschaftsrecht an der Universität
Rostock.
- 1941-1945
- Professor für Bürgerliches Recht an der Universität
Frankfurt am Main, zugleich Direktor des Institutes für Rechtsvergleichung.
- 1945
- In amerikanischer Gefangenschaft organisiert Hallstein eine Lageruniversität.
- 1946
- Mithilfe bei der Wiedereröffnung der Frankfurter Universität,
an der er Professor für Privatrecht, Völkerrecht, Rechtsvergleichung
und Gesellschaftsrecht wird.
- 1948
- Gastprofessor an der Universität Georgetown/USA.
- 1950
- ab Juni: Bundeskanzler
Adenauer beauftragt Hallstein
mit der Leitung der deutschen Delegation für die Pariser Schumanplan-Konferenz.
ab August: Staatssekretär für außenpolitische Aufgaben
im Bundeskanzleramt.
Oktober: Beobachter beim Ministerrat der Europäischen Versammlung
in Rom.
- 1951
- Staatssekretär im Auswärtigen Amt unter Bundeskanzler Adenauer.
Hallstein proklamiert 1955 den Grundsatz, die Bundesrepublik könne
(mit Ausnahme der Sowjetunion) keine diplomatischen Beziehungen mit
Staaten unterhalten, die die DDR anerkennen. Diese als Hallstein-Doktrin
bekannt gewordene Festlegung belastet die deutsche Außenpolitik nachhaltig.
- 1957
- Erstmalige Anwendung der "Hallstein-Doktrin" im Fall Jugoslawien.
- 1958
- Wahl zum ersten Präsidenten der EWG-Kommission
in Brüssel.
- 1959
- Veröffentlichung des sog. Hallstein-Plans eines gemeinsamen
europäischen Marktes.
- 1961
- Auszeichnung mit dem Karlspreis der Stadt Aachen.
- 1967
- Als Gegener der de Gaull'schen
Vision eines "Europa der Vaterländer" muss Hallstein sein Amt als
Präsident der EWG-Kommission niederlegen.
- 1968-1974
- Präsident der Europäischen
Bewegung.
- 1968
- Auszeichnung mit dem Europapreis.
- 1969-1972
- Mitglied des Bundestages
für die Christlich
Demokratische Union (CDU).
Nach 1972 verzichtet er auf eine weitere Bundestagskandidatur.
- 1969
- Verleihung des Robert-Schuman-Preises.
- 1982
- 29. März: Walter Hallstein stirbt in Stuttgart.
(iz)
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