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Fußballer, Fußballtrainer
- 1897
- 28. März: Josef (Sepp) Herberger wird in Mannheim-Waldhof als
Sohn eines Arbeiters geboren.
- 1911-1916
- Hilfsarbeiter auf dem Bau, anschließend "Büroarbeiter"
in der Metallverarbeitung.
- 1914
- Erstes Fußballspiel in der Seniorenmannschaft des Sportvereins
(SV) Waldhof.
- 1916-1918
- Kriegsdienst im Ersten
Weltkrieg.
- 1919-1921
- Spieler des SV Waldhof.
- 1921
- April: Berufung in die "Süddeutsche Auswahl".
30. April: Heirat mit Eva Müller.
September: Erstes Spiel in der Nationalmannschaft, Herberger erzielt
zwei Tore.
Oktober: Wechsel zum VfR Mannheim.
November: Anstellung bei der Dresdner Bank in Mannheim.
Dezember: Herberger wird wegen Verstoßes gegen den Amateurparagraphen
des Deutschen Fußball-Bundes das "Recht als Amateur"
abgesprochen. Er wird für ein Jahr gesperrt. Ab Okotber steht er
wieder für den VfR Mannheim auf dem Rasen.
- 1924
- Herberger spielt für die Nationalmannschaft gegen Italien in
Duisburg. Er bricht sich den Arm und wird in der zweiten Halbzeit ausgewechselt.
- 1925
- Februar: Der VfR Mannheim wird Süddeutscher Meister, Herberger erzielt
das spielentscheidende Tor.
März: Herberger spielt zum dritten und letzten Mal für die Nationalmannschaft
gegen Holland in Amsterdam.
- 1926-1930
- Spieler für "Tennis Borussia Berlin".
- 1926
- Anstellung bei Bankhaus Fürstenberg und Klocke in Berlin.
- 1927-1930
- Studium an der Deutschen Hochschule für Leibesübungen in
Berlin, Abschluß als Diplom Sportlehrer und Auszeichnung als Jahrgangsbester
mit der August-Bier-Plakette. Seine Diplomarbeit hat den Titel "Der
Weg zur Höchstleistung im Fußballsport".
- 1930-1932
- Trainer bei "Tennis Borussia Berlin".
- 1932
- Verbands-Sportlehrer beim "Westdeutschen Spielverband" in Duisburg.
- 1933
- Mai: Herberger tritt der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei
(NSDAP) bei.
- 1936
- November: Herberger wird "Reichstrainer des Fachamtes Fußball".
Das 1. Länderspiel als Alleinverantwortlicher gegen Italien endet
unentschieden.
- 1939
- Herberger erhält die alleinige Vollmacht für die deutsche
Nationalmannschaft.
- 1943/44
- Nach der Einstellung des Länderspielbetriebes wird Herberger
zur "Truppenbetreuung" in Dänemark und Schweden herangezogen.
- 1944
- Einzug zur Wehrmacht. Herberger wird aus gesundheitlichen Gründen
bereits nach wenigen Tagen wieder entlassen.
- 1945
- Herberger engagiert sich nach Kriegsende für den Aufbau einer
Sporthochschule. Er lehnt Angebote verschiedener Vereine, als Trainer
tätig zu werden, ab. Obwohl ab Mai 1945 offiziell kein deutscher
Fußball Bund mehr besteht, hält er den Kontakt mit den verbliebenen
Nationalspielern aufrecht.
- 1946
- Die Spruchkammer Weinheim stuft Herberger im Entnazifizierungsverfahren,
dem sich alle bedeutenden Sportfunktionäre der NS-Zeit unterziehen
müssen, als "Mitläufer" ein. Er wird zu einer Geldstrafe
verurteilt, seinem beruflichen Wiederaufstieg steht damit von offizieller
Seite nichts mehr im Wege.
- 1947
- Dozent an der Sporthochschule Köln für das Fußballspiel.
Außerdem übernimmt er die Trainerausbildung.
- 1949
- Oktober: Berufung Herbergers zum Bundestrainer durch den "Deutschen
Fußball-Ausschuß"; ab diesem Zeitpunkt läuft offiziell
der Wiederaufbau der Nationalmannschaft an.
- 1950
- 31. Januar: Nach Gründung des Deutschen Fußballbundes
(DFB) in Stuttgart wird Herberger offiziell zum Bundestrainer ernannt.
- 1954
- 4. Juli: Das Endspiel um die Fußball-Weltmeisterschaft zwischen
Deutschland und Ungarn in Bern gewinnt Deutschland mit 3:2, die deutsche
Nationalmannschaft wird
Fußballweltmeister.
- 1957
- Zu seinem 60. Geburtstag Verleihung des "Goldenen Verdienstordens"
des DFB.
- 1962
- Herberger erhält das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse.
- 1964
- Rücktritt als Bundestrainer, insgesamt hat die deutsche Nationalmannschaft
167 Länderspiele unter Herbergers Leitung gespielt, von denen 94
gewonnen, 27 unentschieden und 46 verloren wurden. Ernennung zum Ehrenmitglied
des DFB.
- 1977
- März: Zu seinem 80. Geburtstag bringt die Bundespost einen Sonderstempel
heraus, eine Auszeichnung, die zu Lebzeiten nur den früheren Bundeskanzlern
Adenauer und Brandt
zuteil geworden ist.
28. April: Sepp Herberger stirbt in Mannheim.
Reportage: Endspiel Fußballweltmeisterschaft, 4.7.1954
(iz)
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