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Politiker
- 1901
-
27. März: Erich Ollenhauer wird in Magdeburg als Sohn eines Maurers geboren.
- 1915-1918
-
Absolvierung einer kaufmännischen Lehre.
- 1916
-
Eintritt in die Sozialistische Arbeiterjugend.
- 1918
- Eintritt in die Sozialdemokratische
Partei Deutschlands (SPD).
- 1919/20
- Ollenhauer wird zunächst Volontär, anschließend Redakteur
der "Volksstimme" in Magdeburg.
- 1920-1928
- Sekretär des Hauptvorstands der Sozialistische Arbeiterjugend
in Berlin.
- 1921-1929
-
Mitarbeit bei der Zeitschrift "Arbeiter-Jugend".
- 1921
- Ollenhauer wird Sekretär der Sozialistischen Jugendinternationale.
- 1922
- Heirat mit der Redaktionssekretärin der "Volksstimme"
Martha Müller. Aus der Ehe gehen zwei Kinder hervor.
- 1928-1933
- Vorsitzender des Verbandes der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands.
- 1933
- April: Wahl in den Vorstand der SPD.
Mai: Auf Parteibeschluss emigriert Ollenhauer zunächst nach Prag,
um den Widerstand
gegen das NS-Regime
aus dem Ausland weiterzuführen.
- 1933-1938
- Vom Büro des Parteivorstandes der SPD im Exil (SOPADE) in Prag
aus organisiert Ollenhauer die Zusammenführung und Versorgung von
mehr als 3.000 Emigranten.
- 1935
- Ollenhauer wird durch die nationalsozialistische Regierung die deutsche
Staatsbürgerschaft aberkannt.
- 1938-1940
- Die SOPADE-Mitglieder finden in Frankreich Zuflucht, wo Ollenhauer
zusammen mit Otto Wels
1939 den Aufruf der SPD gegen den Krieg konzipiert.
In den Tagen des französischen Zusammenbruchs interniert, wird er erst kurz vor der Besetzung
von Paris freigelassen.
- 1940-1946
- Über Spanien und Portugal flieht Ollenhauer nach London, wo
sich die SOPADE für die weiteren Kriegsjahre einrichtet. Durch
die materielle Unterstützung der britischen Labour Party gelingt
es Ollenhauer, den Zerfall der Emigrantengruppen zu verhindern und den
Kontakt zu englischen Politikern aufrechtzuerhalten. Nur die dadurch
erreichte Geschlossenheit der Emigrantengruppe ermöglicht nach
Kriegsende deren rasche Integration in die von Kurt
Schumacher geführte SPD.
- 1945
-
Als einziger Vertreter der SOPADE erhält Ollenhauer die britische Genehmigung zur Teilnahme an
der SPD-Konferenz in Hannover.
- 1946
- Februar: Endgültige Rückkehr nach Deutschland.
Sekretär der SPD der Westzonen im sogenannten Büro Schumacher in Hannover.
Mai: Wahl zum 2. Vorsitzenden der SPD. In dieser Position organisiert er den Wiederaufbau der
West-SPD auf allen Ebenen .
- 1949-1963
- Mitglied des Bundestages.
- 1949-1952
-
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag.
- 1951
-
Auf der Gründungsversammlung der "Sozialistischen Internationale" in Frankfurt /Main wird
Ollenhauer zum Vizepräsidenten gewählt.
- 1951-1953
-
Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates und der Gemeinsamen Versammlung der
Europäischen
Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS).
- 1952-1963
-
Nach dem Tode Kurt Schumachers wird Ollenhauer zum Vorsitzenden der SPD und zum
Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag gewählt.
Die Entwicklung der SPD zur Volkspartei hat er bis zum Godesberger
Programm entscheidend vorangetrieben.
- 1957
- Die SPD legt den sogenannten Ollenhauer-Plan vor. Das Dokument fasst
die Vorschläge der SPD zusammen, an Stelle der Militärbündnisse
in Ost und West ein europäisches Sicherheitssystem mit einem wiedervereinigten
Deutschland als gleichberechtigtem Partner zu schaffen.
- 1961
-
Ollenhauer stimmt der Proklamation des Regierenden Bürgermeisters von
Berlin Willy Brandt zum Kanzlerkandidaten der SPD zu.
- 1963
-
9. September: Wahl zum 1. Vorsitzenden der Sozialistischen Internationale.
14. Dezember: Erich Ollenhauer stirbt in Bonn nach langer schwerer Krankheit.
(db/iz)
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