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Bürgerrechtlerin
und Politikerin
- 1953
- 26. Januar: Ulrike Wick wird in Rostock als Tochter eines Historikers
und einer Slavistin geboren.
- 1971-1973
- Nach dem Abitur studiert sie Kunsterziehung und Geschichte an der
Humboldt-Universität in Ost-Berlin, bricht aber vorzeitig das Studium
ab.
- ab 1973
- Verschiedene Tätigkeiten unter anderem in einem Kinderheim und
in einem Krankenhaus.
Engagement in Oppositionsbewegungen
bestehend aus Pazifisten, Christen, enttäuschten Marxisten, Radikalökologen,
Bürgerrechtlern und anderen Gruppen, die sich vor allem unter dem
Dach der evangelischen Kirche organisieren.
- 1976-1988
- Assistentin am Museum für Deutsche Geschichte in Ost-Berlin.
- 1979
- Heirat mit Gerd Poppe. Die
Ehe wird 1997 geschieden.
- 1980
- Mitinitiatorin des ersten unabhängigen Kinderladens in Ost-Berlin.
- 1982
- Mitbegründerin des Netzwerkes "Frauen für den Frieden".
- 1983
- Das Ministerium
für Staatssicherheit (MfS) überstellt Ulrike Poppe zusammen
mit Bärbel Bohley wegen
"Verdachts auf landesverräterische Nachrichtenübermittlung"
für sechs Wochen in Untersuchungshaft.
- seit 1985
- Mitglied der Initiative
Frieden und Menschenrechte.
- 1987/88
- Regionalvertreterin von Berlin-Brandenburg im Fortsetzungsausschuss
des DDR-weiten Netzwerks der unabhängigen Gruppe "Frieden konkret".
- 1987-1989
- Mitglied des Arbeitskreises "Initiative für Absage an Praxis
und Prinzip der Abgrenzung".
- 1989
- September: Mitglieder der "Initiative Frieden und Menschenrechte",
der "Initiative für Absage an Praxis und Prinzip der Abgrenzung"
verfassen gemeinsam mit anderen Intellektuellen einen "Aufruf zur Einmischung
in eigener Sache" und "Thesen für eine demokratische Umgestaltung
in der DDR". Ulrike Poppe ist Erstunterzeichnerin der daraufhin entstehenden
Bürgerbewegung Demokratie
Jetzt (DJ).
- 1989-1991
- Mitglied des Sprecherrates der Bewegung DJ.
- 1989-1990
- Vertreterin der Vereinigung DJ am Zentralen
Runden Tisch.
- 1990
- Mitarbeiterin der Volkskammerfraktion Bündnis90/GRÜNE.
- seit 1992
- Studienleiterin für Politik und Zeitgeschichte an der Evangelischen
Akademie Berlin-Brandenburg.
- 1995
- Zusammen mit anderen Bürgerrechtlern der früheren DDR wird
Ulrike Poppe das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Mitherausgeberin der Schrift "Zwischen Selbstbehauptung und Anpassung.
Formen des Widerstandes und der Opposition in der DDR".
- 1999
- Poppe ist kurzzeitig Mitglied des Gründungsvorstandes der Grünen Akademie
bei der Heinrich-Böll-Stiftung.
- 2000
- Ulrike Poppe und zwei weitere ostdeutsche Bürgerrechtlerinnen
werden mit dem Gustav-Heinemann-Preis
ausgezeichnet. Die Ehrung geht an sie, stellvertretend für andere
Frauen und Männer aus der ehemaligen DDR, die sich "in ihrer Überzeugung
nicht verbiegen ließen".
- seit 2002
- Ulrike Poppe wirkt im Kuratorium
des Instituts für Deutschlandforschung an der Ruhr-Universität
Bochum mit.
(iz)
© Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
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