geb. 1952

 

Wladimir W. Putin

Photo: Wladimir W. Putin, 2001

Politiker

1952
7. Oktober: Wladimir Wladimirowitsch Putin wird in Leningrad (seit 1991 wieder Sankt Petersburg) geboren.
1975
Abschluss des Jurastudiums an der Staatlichen Universtität von Leningrad.
1975-1990
Dienst im Auslandsressort des KGB in der Sektion Wissenschaft und Technik der Ersten Hauptabteilung. Während dieser Zeit ist er unter anderem in Dresden tätig.
1983
Heirat mit Ljudmila Schkrebnewa. Seine beiden Töchter werden 1985 und 1986 geboren.
1990
Beratertätigkeit bei Anatolij Sobtschak, einem Rechtsprofessor und Politiker in Leningrad.
1991
Nach Sobtschaks Wahl zum Oberbürgermeister von Sankt Petersburg wird Putin zum Vorsitzenden des Städtischen Komitees für Auslandsbeziehungen ernannt.
1994
Putin wird Erster Stellvertreter des Bürgermeisters von Sankt Petersburg.
1996
Ernennung zum Stellvertretenden Leiter der Geschäftsführung des Präsidenten der Russischen Föderation in Moskau.
1997
Aufstieg zum Stellvertretenden Leiter der Administration des Präsidenten. Als Chef der Hauptverwaltung für Kontrolle ist Putin für die landesweite Durchsetzung der Gesetze und Präsidentendekrete zuständig. Mitgliedschaft in der Komission des Sicherheitsrates für Wirtschaftssicherheit.
1998
Mai-Juli: Erster Stellvertretender Leiter der Präsidialadministration, zuständig für den Bereich Arbeit mit den Regionen.
25. Juli: Ernennung zum Direktor des Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB), des Nachfolgedienstes des KGB.
1999
29. März: Putin wird Sekretär des Sicherheitsrats der Russischen Föderation.
9. August: Der russische Präsident Boris Jelzin entläßt den Vorsitzenden der Regierung, Sergej Stepaschin und benennt Putin zu dessen geschäftsführenden Nachfolger. Gleichzeitig erklärt er Putin zu seinem Wunschnachfolger im Präsidentenamt. Putin gibt daraufhin seine Bewerbung für das höchste Staatsamt bekannt.
16. August: Putin wird durch ein klares Votum der Duma (russisches Parlament) in seinem Amt als Vorsitzender der Regierung bestätigt.
31. Dezember: Mit Jelzins Rücktritt übernimmt Putin die Amtsvollmachten des Präsidenten der Russischen Föderation.
2000
26. März: Wahl zum Präsidenten der Russischen Föderation. Putin führt den unter Jelzin begonnenen zweiten Krieg gegen die nach Unabhängigkeit strebende Kaukasusregion Tschetschenien mit unverminderter Härte fort.
Juni: Putin stellt die Republik Tschetschenien per Dekret unter die direkte Verwaltung der Regierung der Russischen Föderation.
2001
Als Reaktion auf den Terroranschlag vom 11. September zeigt sich die Russische Föderation gegenüber den USA und ihren Verbündeten kooperativ, öffnet ihren Luftraum für den Afghanistan-Feldzug und erlaubt den Aufbau militärischer Basen in Usbekistan und Tadschikistan. Der Schulterschluss im Kampf gegen den internationalen Terrorismus mindert die Kritik vieler Staaten an der Vorgehensweise Russlands in Tschetschenien.
28. Mai: Putin unterzeichnet die "Erklärung von Rom", in der die Bildung eines NATO-Russland-Rats vorgesehen ist.
2002
Mai: Die Russische Föderation schließt einen Abrüstungsvertrag mit den USA, der bis 2012 eine Reduzierung der Atomwaffen um jeweils zwei Drittel vorsieht. Gleichzeitig unterzeichnen Putin und George W. Bush eine Deklaration, die eine Kooperation der Länder im Kampf gegen den internationalen Terrorismus und in der Energiewirtschaft vorsieht.
2004
März: Putin gewinnt die Präsidentschaftswahlen mit 71% der Stimmen und geht in eine zweite Amtszeit.
2005
April: Als erster Präsident in der Geschichte Russlands besucht Putin Israel und trifft dort mit Regierungschef Ariel Sharon und Präsident Moshe Katzav zusammen.
2008
Mai: Putin wird durch Dimitri Medwedjew im Amt des russischen Präsidenten abgelöst. Nach der Amtseinführung Medwedjews wird auf dessen Vorschlag hin Putin mit 87,1 Prozent der Abgeordnetenstimmen der Staatsduma zum Ministerpräsidenten gewählt.

(nc/reh/lb) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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