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Kabarettist und Dichter
- 1883
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7. August: Joachim Ringelnatz (eigentlich Hans Bötticher) wird in Wurzen bei Leipzig als Sohn des
Jugendschriftstellers Georg Bötticher geboren.
- 1901-1905
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Ohne Wissen der Eltern wird Ringelnatz zunächst Schiffsjunge und heuert dann als Matrose bei
der Marine auf Segel- und Dampfschiffen an.
Seine Erinnerungen an diese Zeit veröffentlicht er 1911 unter dem Titel "Was ein Schiffsjungen-Tagebuch erzählt".
- 1906-1909
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Ringelnatz absolviert eine kaufmännische Lehre in Hamburg, arbeitet als Hausmeister in einer
englischen Pension, wird Lehrling in einer Dachpappenfabrik und Angestellter in einem Münchner
Reisebüro.
- 1909
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Im Künstlerlokal "Simplicissimus" trifft er unter anderem mit Frank Wedekind zusammen.
Er wird gewissermaßen zum "Hausdichter" des Lokals, rezitiert dort eigene skurrile Verse und
kauft sich in der Nachbarschaft einen Tabakladen, den er schon nach neun Monaten wieder
schließt.
- 1912-1914
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Veröffentlichung erster autobiographischer Geschichten, Kindererzählungen und grotesk-komischer
Gedichte, darunter "Die Schnupftabaksdose" (1912), "Stumpfsinn in Versen und Bildern von Hans
Bötticher und Richard Seewald" (1912), "Ein jeder lebt's. Novellen von Hans Bötticher" (1913).
Seinen Lebensunterhalt verdient er sich unter anderem als Bibliothekar der Familie York Graf von
Wartenburg in Schlesien sowie als Fremdenführer und Schaufensterdekorateur in München.
- 1914-1918
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Kriegsdienst bei der Marine.
- 1918
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November: Ringelnatz ist der einzige Marineoffizier, der sich in den Tagen vor der Revolution in
die Kieler Matrosenversammlung wagen darf.
Nach Kriegsende verdingt er sich erneut in unterschiedlichen Branchen, so unter anderem in einer
Gartenbauschule und als Archivar im Berliner Scherl-Verlag.
- 1919
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Umbenennung in Joachim Ringelnatz, nach dem seemännischen Namen für das glückbringende
Seepferdchen.
- 1920
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Veröffentlichung der Balladen vom "Seemann Kutteldaddeldu" und der "Turngedichte".
Engagement an der Berliner Kleinkunstbühne "Schall und Rauch".
- 1920-1933
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Tourneen durch die Kabaretts in ganz Deutschland auf denen er eigene Gedichte vorträgt.
- 1922
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Veröffentlichung der Prosa " Die Woge".
- 1928
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Veröffentlichung der Anthologie "Matrosen" und des Buches "Als Mariner im Kriege" in der seine
Erlebnisse als Seemann im Ersten Weltkrieg geschildert werden.
- 1931
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Veröffentlichung der Erinnerungen "Mein Leben bis zum Krieg".
- 1932
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Uraufführung der Seemannsballade "Die Flasche" im Leipziger Schauspielhaus.
- 1933
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Ringelnatz erhält von den Nationalsozialisten Auftrittsverbot.
- 1934
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16. November: Verarmt stirbt Joachim Ringelnatz an einer Lungenkrankheit in Berlin.
Gemäß seinem letzten Wunsch wird er unter den Klängen des Seemannsliedes "La Paloma" zu
Grabe getragen.
- 1953
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Erste Ausstellungen seiner autodidaktischen Bilder in Münchner und Berliner Galerien.
(db/iz)
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