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Maler und Graphiker
- 1921
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28. Februar: Wilhelm Sitte wird in Kratzau/Tschechoslowakei als Sohn eines Zimmermanns
geboren.
Bereits früh Anschluß an den Kommunistischen Jugendverband.
- 1936-1940
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Besuch der Kunstschule des nordböhmischen Gewerbemuseums Reichenberg bis 1939.
Anschließend bis 1940 Studium an der Meisterschule für Malerei in Kronenburg/Eifel.
- 1941-1945
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Kriegsdienst im
Zweiten Weltkrieg.
Im Apennin schließt er sich 1944 italienischen Partisanen an
und nimmt bis 1945 am antifaschistischen Widerstand zur Befreiung Italiens teil.
- 1945/46
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Freischaffender Künstler in Mailand, danach kehrt Sitte in die Tschechoslowakei zurück.
- 1947
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Übersiedlung nach Halle/Sachsen, wo er der
SED beitritt.
- 1948
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Anschluß an die Hallenser Künstlervereinigung "Die Fähre", an deren Ausstellungen sich Sitte
beteiligt.
Beginn seiner Studien in Industriegebieten und Bergwerken.
- ab 1950
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Mitglied des neugegründeten Verbandes Bildender Künstler Deutschlands.
Die frühen Bilder "Hochwasserkatastrophe am Po" (1951/53) und "Massaker II" (1959) sind noch
stark vom "italienischen Realismo" geprägt.
- 1951-1986
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Dozent an der späteren Hochschule für Industrielle Formgestaltung in Halle.
1959 wird Sitte dort zum Professor ernannt und 1972 zum Direktor der Sektion Bildende und Angewandte Kunst der
Hochschule berufen.
- ab 1964
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Als Wendepunkt seines künstlerischen Schaffens wird das Bild "Rufer II" (1964), sowie die Bilder
"Leuna 1921" (1965/66), "Warschauer Paar" (1967) und das Polit-Triptychon "Höllensturz in
Vietnam" (1966/67) gesehen. Neben
Bernhard Heisig leitet Sitte damit die Erneuerung des
großen historisch-politischen Gemäldes ein.
- 1969
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Wahl zum ordentlichen Mitglied der Akademie der Künste der DDR.
- 1970-1988
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Vizepräsident des Verbandes Bildender Künstler der DDR (VBK), ab 1974 Präsident des
Verbandes.
- 1976
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Abgeordneter des Kulturbundes in der Volkskammer.
- 1977
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Beteiligung an der "documenta 6" in Kassel.
- 1979
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Verleihung des Nationalpreises I. Klasse der DDR.
- 1986-1989
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Mitglied des Zentralkomitees der SED.
- 1988
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Wahl zum Ehrenpräsidenten des Verbandes Bildender Künstler der DDR. 1989 gibt Sitte diese
Ehrung zurück und beendet jegliche Tätigkeit in dem sich auflösenden Verband.
- 1990
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Nach dem Zusammenbruch der DDR wird Sitte nach eigenen Angaben von früheren Kollegen
gemieden und in anonymen Anzeigen beschuldigt.
- 1992
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Sechs Ausstellungen mit Werken Sittes finden in den "alten" Bundesländern statt.
- 1995
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Im Schloß Cappenberg bei Unna findet eine große Werkschau Sittes statt.
- 2001
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Januar: Sitte sagt eine im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg geplante Ausstellung aufgrund "diskriminierender Bedingungen" ab. Ungeachtet der Absage des Künstlers hält das Museum an dem geplanten
Symposium zu Sittes Rolle im ehemaligen DDR-Kunstbetrieb fest.
(iz)
© Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
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