Europäische Gemeinschaft

Sachbuch: Vertrag über die Gründung der EGKS, 1951

Photo: Unterzeichnung der Römischen Verträge, 1957

Photo: Raum der Unterzeichnunszeremonie des Vertrages von Maastricht, 1992

Photo: Vertrag von Maastricht, 1992

Photo: Gespräche über EU-Erweiterung, 1994

Zahlungsmittel: Euromünze - gemeinsame Seite, 1997

Photo: Gespräche über den Vertrag von Amsterdam, 1997

Ereignischronik


9. Mai 1950
Robert Schuman verkündet in Paris den Plan zur Gründung einer deutsch-französischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Schuman-Plan).


18. April 1951
Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande unterzeichnen den Vertrag über die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) in Paris.


25. März 1957
Die sechs EGKS-Staaten unterzeichnen die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM).


1968
Die EWG vollendet die Zollunion: Seither sind Importe und Exporte zwischen EWG-Staaten zollfrei.


1. Januar 1973
Beitritt Dänemarks, Irlands und des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland zur EWG, EGKS und EURATOM.


1. Januar 1979
Inkrafttreten des Europäischen Währungssystems (EWS).


7.-10. Juni 1979
Erste Direktwahl des Europäischen Parlaments.


1. Januar 1981
Beitritt Griechenlands zur EWG, EGKS und EURATOM.


1. Januar 1986
Beitritt Portugals und Spaniens zur EWG, EGKS und EURATOM.


28. Februar 1986
Unterzeichnung der Einheitlichen Europäischen Akte zur Reform der Europäischen Gemeinschaft.


3. Oktober 1990
Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes und Eingliederung in die EG.


31. Dezember 1992
Vollendung des Binnenmarktes der Europäischen Gemeinschaft.


1. November 1993
Inkrafttreten des Maastrichter Vertrages über die Europäische Union.
Die europäische Zusammenarbeit wird über die Politik hinaus auf Bildung, Kultur, Gesundheitswesen, Verbraucherschutz, Industrie, Entwicklungshilfe, Außen- und Sicherheitspolitik, Justiz und Inneres erweitert.


1. Januar 1995
Beitritt Österreichs, Schwedens und Finnlands zur Europäischen Union.


26. März 1995
Inkrafttreten des Schengener Abkommens.


1. Januar 1999
Elf Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) (Griechenland kommt im Januar 2001 hinzu) beginnen mit der Einführung des Euro als gesetzliches Zahlungsmittel die dritte Phase der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU).


26. März 1999
Verabschiedung der "Agenda 2000" zur Erweiterung der Union um neue Mitgliedstaaten, zur Reform der europäischen Agrar- und Strukturpolitik sowie zur Finanzierung der EU.


1. Mai 1999
Inkrafttreten des Vertrages von Amsterdam, in dem der Stabilitäts- und Wachstumspakt sowie umfassende Änderungen der bestehenden Verträge vereinbart werden.


Dezember 2000
Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten in Nizza u.a. über die Erweiterung der EU, die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Koordinierung der Wirtschaftspolitik und die Europäische Sozialagenda.


26. Februar 2001
Der Vertrag von Nizza bereitet die EU durch die Reform ihrer Institutionen auf die geplante Erweiterung vor und ändert die Verträge über die Europäische Union und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) ab.


15./16. Dezember 2001
Die EU-Staats- und Regierungschefs verabschieden in Laeken bei Brüssel eine "Erklärung über die Zukunft der Europäischen Union". Reformen sollen künftig nicht mehr ausschließlich von den Regierungen, sondern von einem "Konvent" vorbereitet werden. Ein Ziel der Reformdiskussion ist eine Verfassung für die Europäische Union.


1. Januar 2002
In Luxemburg, Finnland, Irland, Belgien, den Niederlanden, Österreich, Frankreich, Griechenland, Deutschland, Italien, Spanien und Portugal werden Euro-Münzen und Scheine ausgegeben. Nationale Währungen behalten bis zum 28. Februar ihre Gültigkeit.


12./13. Dezember 2002
Auf dem Gipfel in Kopenhagen beschließt der Europäische Rat die Aufnahme von zehn weiteren Mitgliedsländern in die EU.


2003
Bildung der European Force (EUFOR), einer multinationalen Streitmacht der Europäischen Union. Die EUFOR führt in den folgenden Jahren Einsätze in Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und der Demokratischen Republik Kongo durch. Sie unterliegt der Aufsicht des Europäischen Rates.


9. April 2003
Das Europäische Parlament spricht sich mit überwältigender Mehrheit für eine Erweiterung der EU aus und bereitet den Weg zur Unterzeichnung des Erweiterungsvertrages in Athen am 16. April vor.


1. Mai 2004
EU-Beitritt von Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik, Ungarn und Zypern.


29. Oktober 2004
Die EU-Staats- und Regierungschefs unterzeichnen in Rom den Vertrag über eine Europäische Verfassung, der von allen 25 Ländern ratifiziert werden muss. In einigen Staaten sind dazu Volksabstimmungen vorgesehen.


16./17. Juni 2005
Nach den ablehnenden Referenden in Frankreich und den Niederlanden wird die Ratifizierung ausgesetzt.


3./4. Oktober 2005
Beginn der Beitrittsverhandlungen mit Kroatien und der Türkei.


1. Januar 2007
Beitritt Bulgariens und Rumäniens. Die Zahl der EU-Mitgliedstaaten erhöht sich damit auf 27, die Einwohnerzahl auf 492,8 Millionen. Slowenien führt den Euro ein.


März 2007
Höhepunkt der Feierlichkeiten anlässlich des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des Gründungsvertrages der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaf (EWG). Die wichtigsten Veranstaltungen - der Jugendgipfel, das informelle Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU und ein Konzert mit europäischen Stars - finden in Rom, Berlin und Brüssel statt.





(iz/sw/reh)


Dokumentation: Schuman-Plan Dokumentation: Schuman-Plan
Dokument Vertrag: Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, 18. April 1951
Dokument Vertrag: Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, 25. März 1957



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