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Ereignischronik
- 9. Mai 1950
- Robert Schuman
verkündet in Paris den Plan zur Gründung einer deutsch-französischen
Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Schuman-Plan).
- 18. April 1951
- Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg
und die Niederlande unterzeichnen den Vertrag über die Europäische
Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) in Paris.
- 25. März 1957
- Die sechs EGKS-Staaten unterzeichnen die Römischen Verträge zur Gründung
der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft
(EURATOM).
- 1968
- Die EWG vollendet die Zollunion: Seither sind Importe und Exporte
zwischen EWG-Staaten zollfrei.
- 1. Januar 1973
- Beitritt Dänemarks, Irlands und des Vereinigten Königreichs Großbritannien
und Nordirland zur EWG, EGKS und EURATOM.
- 1. Januar 1979
- Inkrafttreten des Europäischen Währungssystems (EWS).
- 7.-10. Juni 1979
- Erste Direktwahl des Europäischen Parlaments.
- 1. Januar 1981
- Beitritt Griechenlands zur EWG, EGKS und EURATOM.
- 1. Januar 1986
- Beitritt Portugals und Spaniens zur EWG, EGKS und EURATOM.
- 28. Februar 1986
- Unterzeichnung der Einheitlichen Europäischen Akte zur Reform der
Europäischen Gemeinschaft.
- 3. Oktober 1990
- Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland gemäß
Artikel 23 des Grundgesetzes
und Eingliederung in die EG.
- 31. Dezember 1992
- Vollendung des Binnenmarktes der Europäischen Gemeinschaft.
- 1. November 1993
- Inkrafttreten des Maastrichter
Vertrages über die Europäische Union.
- Die europäische Zusammenarbeit wird über die Politik hinaus auf
Bildung, Kultur, Gesundheitswesen, Verbraucherschutz, Industrie, Entwicklungshilfe,
Außen- und Sicherheitspolitik, Justiz und Inneres erweitert.
- 1. Januar 1995
- Beitritt Österreichs, Schwedens und Finnlands zur Europäischen Union.
- 26. März 1995
- Inkrafttreten des Schengener
Abkommens.
- 1. Januar 1999
- Elf Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) (Griechenland
kommt im Januar 2001 hinzu) beginnen mit der Einführung des
Euro als gesetzliches Zahlungsmittel die dritte Phase der
Wirtschafts- und Währungsunion (WWU).
- 26. März 1999
- Verabschiedung der "Agenda 2000" zur Erweiterung
der Union um neue Mitgliedstaaten, zur Reform der europäischen Agrar-
und Strukturpolitik sowie zur Finanzierung der EU.
- 1. Mai 1999
- Inkrafttreten des Vertrages
von Amsterdam, in dem der Stabilitäts- und Wachstumspakt sowie umfassende
Änderungen der bestehenden Verträge vereinbart werden.
- Dezember 2000
- Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten in Nizza u.a. über
die Erweiterung der EU, die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik,
die Koordinierung der Wirtschaftspolitik und die Europäische Sozialagenda.
- 26. Februar 2001
- Der Vertrag von Nizza bereitet die EU durch die Reform ihrer Institutionen
auf die geplante Erweiterung vor und ändert die Verträge über
die Europäische Union und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft
(EWG) ab.
- 15./16. Dezember 2001
- Die EU-Staats- und Regierungschefs verabschieden in Laeken bei Brüssel
eine "Erklärung über die Zukunft der Europäischen
Union". Reformen sollen künftig nicht mehr ausschließlich
von den Regierungen, sondern von einem "Konvent" vorbereitet
werden. Ein Ziel der Reformdiskussion ist eine Verfassung für die
Europäische Union.
- 1. Januar 2002
- In Luxemburg, Finnland, Irland, Belgien, den Niederlanden, Österreich,
Frankreich, Griechenland, Deutschland, Italien, Spanien und Portugal
werden Euro-Münzen
und Scheine ausgegeben. Nationale Währungen behalten bis zum 28.
Februar ihre Gültigkeit.
- 12./13. Dezember 2002
- Auf dem Gipfel in Kopenhagen beschließt der Europäische
Rat die Aufnahme von zehn weiteren Mitgliedsländern in die EU.
- 2003
- Bildung der European Force (EUFOR), einer multinationalen Streitmacht
der Europäischen Union. Die EUFOR führt in den folgenden Jahren
Einsätze in Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und der Demokratischen
Republik Kongo durch. Sie unterliegt der Aufsicht des Europäischen
Rates.
- 9. April 2003
- Das Europäische Parlament spricht sich mit überwältigender
Mehrheit für eine Erweiterung der EU aus und bereitet den Weg zur
Unterzeichnung des Erweiterungsvertrages in Athen am 16. April vor.
- 1. Mai 2004
- EU-Beitritt von Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, der Slowakei,
Slowenien, der Tschechischen Republik, Ungarn und Zypern.
- 29. Oktober 2004
- Die EU-Staats- und Regierungschefs unterzeichnen in Rom den Vertrag
über eine Europäische Verfassung, der von allen 25 Ländern
ratifiziert werden muss. In einigen Staaten sind dazu Volksabstimmungen
vorgesehen.
- 16./17. Juni 2005
- Nach den ablehnenden Referenden in Frankreich und den Niederlanden
wird die Ratifizierung ausgesetzt.
- 3./4. Oktober 2005
- Beginn der Beitrittsverhandlungen mit Kroatien und der Türkei.
- 1. Januar 2007
- Beitritt Bulgariens und Rumäniens. Die Zahl der EU-Mitgliedstaaten
erhöht sich damit auf 27, die Einwohnerzahl auf 492,8 Millionen.
Slowenien führt den Euro ein.
- März 2007
- Höhepunkt der Feierlichkeiten anlässlich des 50. Jahrestages
der Unterzeichnung des Gründungsvertrages der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaf (EWG). Die wichtigsten Veranstaltungen - der
Jugendgipfel, das informelle Treffen der Staats- und Regierungschefs
der EU und ein Konzert mit europäischen Stars - finden in Rom, Berlin
und Brüssel statt.
Dokumentation: Schuman-Plan
Vertrag: Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, 18. April 1951
Vertrag: Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, 25. März 1957
(iz/sw/reh) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
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